
Genetik löste das Rätsel um die Bear-Brook-Morde
Vier Tote in Fässern: Erst nach 40 Jahren wurden alle Opfer identifiziert
Quick Facts
Im November 1985 machte die Polizei in Allenstown, New Hampshire, eine grausame Entdeckung beim Bear Brook State Park: ein Metallfass mit den sterblichen Überresten einer Frau und eines Kindes. Fünfzehn Jahre später, im Mai 2000, stieß ein Mann auf ein weiteres Fass – diesmal mit zwei weiteren Leichen. Zusammen bildeten die vier Toten einen der rätselhaftesten Serienmord-Fälle der amerikanischen Kriminalgeschichte.
Die Opfer wurden schließlich als Marlyse Elizabeth Honeychurch, ihre Töchter Marie Elizabeth Vaughn und Sarah Lynn McWaters sowie Rea Rasmussen identifiziert – alle ermordet von Serienmörder Terry Peder Rasmussen.
Von der Sackgasse zum Durchbruch
Jahrelang blieben die Opfer namenlos. Das DNA-Material war nach der langen Zeit in der Erde stark degradiert, die Ermittlungen schienen festgefahren. Die Wende kam durch zwei Frauen, die für die Aufklärung zentral wurden: die Amateur-Ermittlerin Becky Heath und die Genetikerin Barbara Rae-Venter.
2019 gelang es Heath und Rae-Venter, Marlyse Honeychurch und ihre beiden Töchter durch genetische Genealogie zu identifizieren – eine Analysemethode, die DNA mit öffentlich zugänglichen Stammbaumdatenbanken abgleicht. Ihre Arbeit war bahnbrechend: Bereits 2017 war Terry Peder Rasmussen als erster Tatverdächtiger überhaupt mittels genetischer Genealogie identifiziert worden. Die Methode zeigte nun ihr Potenzial auch bei der Identifikation lange vermisster Opfer.


