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Die Morde an Anna und Gracie Sharpe
Am 23. März 2004 erschoss John Sharpe seine schwangere Ehefrau Anna Sharpe, geborene Kemp, im Schlaf mit einer Armbrust. Die Tat ereignete sich im gemeinsamen Haus der Familie in Mornington, einer Küstenstadt im australischen Bundesstaat Victoria, südöstlich von Melbourne. Vier Tage später, am 27. März, tötete er auch die gemeinsame 19 Monate alte Tochter Gracie mit derselben Waffe – einer sogenannten Speargun, einer Harpunen-Armbrust.
Wochenlange Suche nach den Leichen
Nach den Morden verschwanden Anna und Gracie Sharpe spurlos. Die Polizei leitete eine intensive Suche ein, die sich über drei Wochen hinzog. Erst dann wurden beide Leichen auf der Mülldeponie von Mornington entdeckt. John Sharpe hatte die Körper seiner Frau und Tochter dort entsorgt, um die Verbrechen zu vertuschen.
Die Ermittler konnten schließlich genügend Beweise gegen den Familienvater sammeln. Am 22. Juni 2004, knapp drei Monate nach den Taten, wurde John Sharpe festgenommen.
Geständnis und Verurteilung
Vor Gericht legte John Sharpe ein umfassendes Geständnis ab. Er bekannte sich in beiden Mordfällen schuldig und leistete keinen Widerstand gegen die Anklage. Am 5. August 2005 verurteilte ihn das Gericht zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 33 Jahren, bevor er frühestens auf Bewährung entlassen werden kann.


