digital bedrageri
Betrugsstraftaten, die unter Einsatz digitaler Technologien und Computersysteme begangen werden

Definition
Digitaler Betrug bezeichnet strafbare Handlungen, bei denen Täter Informations- und Kommunikationstechnologie einsetzen, um sich oder anderen einen unrechtmäßigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Im Gegensatz zum klassischen Betrug erfolgt die Täuschung nicht gegenüber einer natürlichen Person, sondern durch Manipulation digitaler Systeme und Datenverarbeitungsprozesse.
Die Tatbegehung umfasst typischerweise das unbefugte Ändern, Hinzufügen oder Löschen von Informationen in elektronischen Datenverarbeitungssystemen sowie die anderweitige rechtswidrige Beeinflussung der Ergebnisse solcher Datenverarbeitung. Zu den häufigsten Methoden gehören Phishing-Angriffe, bei denen Täter durch gefälschte E-Mails oder Websites an Zugangsdaten gelangen, sowie Identitätsmissbrauch und die Manipulation von Zahlungssystemen.
Im dänischen Strafrecht wird digitaler Betrug durch Straffelovens § 279 a erfasst, der speziell auf Computerbetrug ausgerichtet ist. Diese Norm stellt die rechtswidrige Manipulation von Datenverarbeitungsvorgängen zum Zweck der unrechtmäßigen Bereicherung unter Strafe. In den USA bildet der Computer Fraud and Abuse Act die zentrale bundesrechtliche Grundlage für die Verfolgung von Computerdelikten.
Die Strafverfolgung digitalen Betrugs gestaltet sich oft komplex, da Täter häufig grenzüberschreitend agieren und digitale Spuren gezielt verschleiern. Beweissicherung erfordert spezialisierte IT-forensische Kenntnisse, und die internationale Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden ist regelmäßig erforderlich.











