Livsfængsel
Die schwerste Freiheitsstrafe ohne festgelegtes Enddatum, die für besonders schwere Verbrechen verhängt wird und grundsätzlich bis zum Lebensende andauert.

Definition
Livsfængsel (deutsch: lebenslange Freiheitsstrafe) ist eine Freiheitsstrafe ohne festes Enddatum, die theoretisch bis zum Tod des Verurteilten andauert. Sie stellt in den meisten Rechtsordnungen die schwerste Form der Freiheitsstrafe dar und wird für die gravierendsten Straftaten wie Mord, Terrorismus oder schwere Kriegsverbrechen verhängt.
Im dänischen Strafrecht wird die lebenslange Freiheitsstrafe als "livsvarigt fængsel" bezeichnet und im dänischen Strafgesetzbuch (Straffeloven) für bestimmte besonders schwere Delikte vorgesehen. Die Strafe bedeutet nicht zwingend, dass der Verurteilte bis zu seinem Tod in Haft bleiben muss, da in den meisten Ländern die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung auf Bewährung nach Verbüßung eines Mindestteils der Strafe besteht.
Im US-amerikanischen Bundesrecht entspricht dem Begriff "life imprisonment", geregelt unter anderem in 18 U.S.C. § 3559. Die konkrete Ausgestaltung der lebenslangen Freiheitsstrafe variiert erheblich zwischen verschiedenen Rechtsordnungen, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeiten zur Begnadigung, Strafaussetzung oder bedingten Entlassung.
In der True-Crime-Berichterstattung wird die lebenslange Freiheitsstrafe häufig im Zusammenhang mit Kapitalverbrechen diskutiert, insbesondere wenn die Todesstrafe nicht verhängt wird oder in der jeweiligen Jurisdiktion abgeschafft ist. Die tatsächliche Verbüßungsdauer kann stark variieren und hängt von den jeweiligen nationalen Gesetzen sowie individuellen Umständen des Falls ab.
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