organiseret kriminalitet i Pusher Street — København
Bezeichnung für die strukturierte Drogenkriminalität rund um den offenen Haschischhandel in der Pusher Street im Kopenhagener Freistadtviertel Christiania

Definition
Organisierte Kriminalität in der Pusher Street bezeichnet die koordinierte, dauerhafte kriminelle Struktur, die sich um den offenen Haschischhandel in der Pusher Street in Christiania, Kopenhagen, gebildet hat. Der Begriff beschreibt mehr als vereinzelte Straftaten – es handelt sich um ein System aus Verkauf, Gebietskontrollen, Gewaltanwendung und Einnahmenverteilung im Zusammenhang mit dem illegalen Drogenmarkt.
In der offiziellen dänischen Terminologie wird das Gebiet als Brennpunkt für "offensichtlich organisierte Drogenkriminalität" charakterisiert. Die dänischen Behörden haben wiederholt Maßnahmen zur Schließung der Pusher Street angekündigt und durchgeführt, um dieser strukturierten Kriminalität entgegenzuwirken.
International strafrechtlich entspricht das Phänomen dem Begriff der "organised criminal group" im Sinne der UN-Palermo-Konvention, Artikel 2(a), die eine strukturierte Gruppe von drei oder mehr Personen definiert, die über einen gewissen Zeitraum zusammenwirkt, um schwere Straftaten zu begehen. Diese Definition ist jedoch keine dänische Strafrechtsbestimmung.
Im True-Crime-Kontext wird der Ausdruck als Bezeichnung für eine lokale, dokumentierte Kriminalitätskonzentration verwendet, nicht als juristische Verurteilung einzelner Personen. Die amerikanische Bundesgesetzgebung kennt mit dem RICO-Gesetz (18 U.S.C. § 1961 ff.) eine spezifische rechtliche Handhabe gegen organisierte Kriminalität, die in Dänemark in dieser Form nicht existiert.





