
Der Maulwurf: Däne infiltrierte Nordkoreas Spionagenetz
Preisgekrönte ZDF-Serie über acht Jahre verdeckte Operationen in Europa
Quick Facts
Der Maulwurf: Däne infiltrierte Nordkoreas Spionagenetz
Ulrich Larsen, ein dänischer Kebab-Verkäufer, arbeitete acht Jahre lang verdeckt als Agent gegen nordkoreanische Spionage- und Geldwäsche-Netzwerke in Europa und wurde damit zur zentralen Figur einer der bemerkenswertesten Dokumentarserien der letzten Jahre. Die ZDF und das norwegische NRK präsentierten 2020 "Der Maulwurf" — ein Projekt, das internationale Spionage in beispiellosen verdeckten Aufnahmen dokumentierte und seitdem in über 50 Ländern ausgestrahlt wird.
Die ungewöhnliche Geschichte eines Undercover-Agenten
Larsen verkörpert das Gegenteil des klassischen Spions aus Hollywood-Filmen. Der unscheinbare Däne betrieb ein Kebab-Restaurant in Aarhus, während er gleichzeitig für europäische Geheimdienste — mutmaßlich für dänische und norwegische Behörden — gegen das isolierte Regime arbeitete. Seine Tarnung war perfekt: Niemand hätte den freundlichen Restaurantbesitzer verdächtigt, einer der wichtigsten westlichen Infiltratoren der nordkoreanischen Untergrund-Operationen zu sein.
Die Serie zeichnet Larsens Weg nach, wie er initial in Kontakt mit nordkoreanischen Vertretern kam und schrittweise deren Vertrauen gewann. Was als zufällige Begegnung begann, entwickelte sich zu einer komplexen Infiltration, bei der Larsen tiefer und tiefer in gefährliche Strukturen eindrang. Die Dokumentation zeigt die psychologischen Belastungen dieser doppelten Existenz: Familie, Restaurant und gleichzeitig die permanente Gefahr der Enttarnung.
Die Operationen im Verborgenen
Der Kern der Serie liegt in den spektakulären verdeckten Aufnahmen, die Larsen während seiner Einsätze sammelte. Diese Aufnahmen dokumentieren nordkoreanische Diplomaten, Spione und Geschäftsleute in Europa bei Treffen, Geldtransfers und dem Austausch von sensiblen Informationen. Larsen trug versteckte Kameras und Aufnahmegeräte bei sich — oft an Orten, wo ein Entdeckungsfehler tödlich hätte enden können.


