
Die Krypto-Königin: Ruja Ignatova und der OneCoin-Betrug
Deutsche Serie zeigt die Geschichte der meistgesuchten Betrügerin
Quick Facts
Die Krypto-Königin: Ruja Ignatova und der OneCoin-Betrug
Ruja Plamenova Ignatova, eine bulgarische Unternehmerin und selbsternannte Kryptowährungs-Visionärin, betrog zwischen 2014 und 2017 über drei Millionen Menschen in 175 Ländern um geschätzte vier Milliarden US-Dollar, bevor sie am 25. Oktober 2017 vom Flughafen Sofia nach Athen verschwand und seither auf der FBI Most Wanted-Liste gesucht wird. Die Geschichte dieser „Krypto-Königin" ist nun Gegenstand einer neuen deutschen True-Crime-Serie, die das Ausmaß dieses Betrugs – einer der größten Finanzskandale der Moderne – erstmals breiter würdigen wird.
Das System: OneCoin und die Illusion der Blockchain
OneCoin war kein echtes Kryptowährungs-Projekt. Das ist die zentrale Wahrheit hinter der Geschichte. Während Ignatova OneCoin 2014 in Sofia als den „Bitcoin-Killer" vermarktete und Millionen investierten, gab es technisch gesehen keine funktionsfähige Blockchain – das Rückgrat jeder echten digitalen Währung. Stattdessen handelte es sich um ein klassisches Ponzi-Schema, das sich des Multi-Level-Marketing bediente. Teilnehmer wurden nicht primär durch Gewinne aus einer echten Kryptowährung belohnt, sondern durch Provisionen für die Rekrutierung neuer Investoren.
Das Modell war genial konstruiert: Neue Recruits kauften sogenannte „Education Packages" im Wert von 100 bis 3.000 Euro, oft mit der Versprechung exponentieller Renditen. Je mehr Menschen man anwarb, desto höher die Provisionen. Ignatova und ihre Mitgründer – unter ihnen Sebastian Karl Greenwood als Chief Operating Officer – schufen eine glaubhafte Infrastruktur mit Blockchain-Simulationen, gefälschten Transaktionsprotokollen und glamourösen


