Koma-Killer von Berlin 2012
Krankenschwester vergiftete Patienten mit Insulin

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Quick Facts
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Koma-Killer von Berlin 2012
Im Sommer 2012 ermittelte die Berliner Polizei in einem schwerwiegenden Fall auf der Intensivstation der Charité: Mehrere Patienten waren ohne erkennbaren Grund nach Insulin-Injektionen ins Koma gefallen. Die plötzliche Verschlechterung ihres Zustands war für die Ärzte unerklärlich, bis das Krankenhaus die Behörden alarmierte.
Die Entdeckung
Die Abteilung hatte ein ungewöhnliches Muster festgestellt: Mehrere Patienten ohne vorbestehende Diabetes-Erkrankung wurden mit hohen Insulin-Dosen behandelt. Ihre Blutzuckerwerte sanken dramatisch ab, was sie in ein lebensgefährliches hypoglykämisches Koma versetzte. Der Krankenhausleitung fiel auf, dass die Dosen ohne ärztliche Anordnung verabreicht worden waren.
Eine 42-jährige deutsche Krankenschwester geriet in Verdacht, Patienten ohne medizinische Indikation Insulin injiziert zu haben. Als Motiv wurde Aufmerksamkeitssucht oder pathologisches Kontrollbedürfnis über Patienten vermutet – ein als Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom bekanntes Phänomen.


