Satyam-Skandal: Indiens größter Wirtschaftsbetrug
IT-Unternehmer B. Ramalinga Raju manipulierte jahrelang Bilanzen

Sagsdetaljer
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Am 8. Januar 2009 wurde B. Ramalinga Raju, Gründer und Vorstandsvorsitzender des indischen IT-Outsourcing-Unternehmens Satyam Computer Services, in Hyderabad verhaftet. Einen Tag zuvor hatte er einen systematischen Bilanzbetrug gestanden, der als Indiens größter Wirtschaftsskandal in die Geschichte eingehen sollte.
Fast ein Jahrzehnt lang – von 1999 bis 2008 – manipulierte Raju die Bilanzen seines Unternehmens. Er fälschte wiederholt Finanzberichte, um den Aktienkurs künstlich in die Höhe zu treiben und katastrophale Geschäftsergebnisse zu verschleiern. Die Gesamtsumme des Betrugs belief sich auf rund 7.000 Crore Rupien – ein gewaltiger Betrag, der tausende Menschen in den Ruin stürzen sollte.
Drastische Regierungseingriffe
Als der Betrug ans Licht kam, reagierte die indische Regierung mit beispiellosen Maßnahmen. Der gesamte Vorstand von Satyam wurde aufgelöst und durch eine neue, von der Regierung eingesetzte Führung ersetzt. Diese drastische Entscheidung diente vor allem dem Schutz von etwa 53.000 Arbeitsplätzen, die durch den Skandal unmittelbar bedroht waren.
Zeitlinie
Beginn der Manipulationen
B. Ramalinga Raju beginnt mit der systematischen Fälschung von Bilanzen bei Satyam Computer Services.


