- **Jay Sebring**, ein prominenter Promi-Friseur und enger Freund von Tate
- **Wojciech Frykowski**, ein polnischer Schauspieler und Drehbuchautor
- **Abigail Folger**, Erbin des Folger-Kaffeeimperiums
- **Steven Parent**, ein 18-jähriger Besucher des Hausverwalters, der zur falschen Zeit am falschen Ort war
Das sechste Opfer war Tates ungeborenes Kind, das nur noch zwei Wochen vor der geplanten Geburt stand.
Die Täter: Mansons fanatische Anhänger
Die Morde wurden von Mitgliedern der Charles Manson-Sekte ausgeführt. Die direkten Täter waren **Tex Watson**, **Susan Atkins** und **Patricia Krenwinkel**. **Linda Kasabian**, ebenfalls Mitglied der Gruppe, fungierte als Fahrerin und wurde später zur Kronzeugin.
Charles Manson selbst befand sich nicht am Tatort, hatte aber seine Anhänger durch psychologische Manipulation und ideologische Indoktrination zu den Morden angestiftet. Die Sektenmitglieder handelten in dem Glauben, einen apokalyptischen Rassenkrieg auszulösen, den Manson "Helter Skelter" nannte – nach einem Beatles-Song.
Verzweifelter Kampf ums Überleben
Sharon Tate wurde 16 Mal mit einem Messer attackiert. Zeugenaussagen zufolge flehte die schwangere Schauspielerin um das Leben ihres ungeborenen Kindes. Susan Atkins berichtete später, dass Tate um Gnade bat, doch ihre Bitten wurden ignoriert.
Die Täter hinterließen am Tatort blutige Botschaften an den Wänden, die Teil von Mansons wirrem ideologischem Plan waren.
Die zweite Mordserie
Nur einen Tag später, in der Nacht zum 10. August 1969, schlug die Manson Family erneut zu. Mitglieder der Gruppe ermordeten das Ehepaar **Leno und Rosemary LaBianca** in deren Haus im Stadtteil Los Feliz, Los Angeles. Auch hier hinterließen die Täter blutige Botschaften.
Die beiden Mordserien versetzten Los Angeles in einen Zustand der Panik. Die Willkürlichkeit der Opferauswahl und die Brutalität der Taten schockierten die Öffentlichkeit.
Ermittlungen und Verurteilung
Die Polizei stand zunächst vor einem Rätsel. Erst Monate später führten Aussagen von Susan Atkins, die wegen anderer Delikte inhaftiert war, zur Aufklärung der Fälle.
Im Jahr 1971 wurden Charles Manson und vier seiner Anhänger – Tex Watson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten – in einem der spektakulärsten Prozesse der amerikanischen Kriminalgeschichte des Mordes für schuldig befunden. Zunächst zum Tode verurteilt, wurden die Strafen später in lebenslange Haft umgewandelt, nachdem Kalifornien die Todesstrafe zeitweise abgeschafft hatte.
Charles Manson starb 2017 im Alter von 83 Jahren im Gefängnis. Die meisten seiner Mittäter befinden sich noch immer in Haft, wobei mehrere Anträge auf vorzeitige Entlassung abgelehnt wurden.
Ein Symbol für das Ende einer Ära
Der Mord an Sharon Tate markierte für viele das Ende der Flower-Power-Bewegung und der vermeintlich unschuldigen 1960er Jahre. Die Tatsache, dass die Täter aus der Gegenkultur stammten und von einem charismatischen Führer manipuliert wurden, warf ein grelles Licht auf die Schattenseiten der Hippie-Bewegung.
Hollywood verlor eine seiner vielversprechendsten jungen Schauspielerinnen. Sharon Tates Leben und tragischer Tod wurden zum Sinnbild einer Generation, die ihre Unschuld verlor.
Der Fall inspirierte zahlreiche Bücher, Dokumentationen und Filme, darunter Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood" (2019), der die Ereignisse in fiktionalisierter Form aufgreift.
Das Vermächtnis
Sharon Tates Schwester Debra Tate hat sich jahrzehntelang dafür eingesetzt, dass die Täter nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Sie nimmt regelmäßig an Anhörungen teil und erinnert an die Opfer der brutalen Verbrechen.
Die Tate-LaBianca-Morde bleiben einer der bekanntesten Kriminalfälle der Geschichte – ein mahnendes Beispiel für die Gefahren von Manipulation, Fanatismus und blinder Gefolgschaft.