
Om episoden
Am 2. März 1998 verschwand die zehnjährige Natascha Kampusch auf dem Weg zur Schule in Wien spurlos. Was folgte, wurde zu einer der brutalsten und am längsten andauernden Entführung in der europäischen Kriminalgeschichte — ein Fall, der bis heute die Öffentlichkeit bewegt.
Natascha wurde von Wolfgang Přiklopil entführt, der sie in einem schallisolierten Kellerverlies unter seinem Haus in der Heinestraße 60 in Strasshof an der Nordbahn, nahe Wien, gefangen hielt. Das Haus hatte ursprünglich Přiklopils Eltern gehört.
Über acht Jahre in Gefangenschaft
Das junge Mädchen sollte insgesamt etwa 8 Jahre, 5 Monate und 21 Tage — genau 3.096 Tage — unter schockierenden Bedingungen als Gefangene verbringen. Während ihrer Gefangenschaft war sie sowohl physischer als auch psychischer Gewalt ausgesetzt, erlitt Hunger und war vollständig von der Außenwelt isoliert.
Das Kellerverlies, in dem Natascha festgehalten wurde, war nur wenige Quadratmeter groß und speziell präpariert worden, um jegliche Geräusche von außen abzuschirmen und Hilferufe unhörbar zu machen. Přiklopil kontrollierte jeden Aspekt ihres Lebens und hielt sie jahrelang in völliger Abhängigkeit.


