Albert Fish: Serienmörder und Kannibale aus den USA
Der Fall Grace Budd und die Verbrechen eines der grausamsten Täter der amerikanischen Kriminalgeschichte

Der Fall Grace Budd und die Verbrechen eines der grausamsten Täter der amerikanischen Kriminalgeschichte

Albert Fish wurde 1870 unter dem Namen Hamilton Fish geboren und gilt als eine der dunkelsten Gestalten der amerikanischen Kriminalgeschichte. Der Serienmörder verübte grausame Verbrechen an Kindern, die Entführung, Mord und Kannibalismus umfassten.
Im Juni 1928 entführte Fish die zehnjährige Grace Budd aus Irvington im Bundesstaat New York. Um das Vertrauen der Familie zu gewinnen, hatte er sich zuvor unter falschem Namen eingeschlichen. Er gab sich als Farmer namens Frank Howard aus, der angeblich aus Farmingdale beziehungsweise Westchester County stammte.
Fish brachte das Mädchen zu einem Haus namens Wisteria Cottage in der Mountain Road 359 in Westchester County. Dort erdrosselte er Grace Budd. Anschließend zerstückelte er die Leiche, indem er den Kopf abtrennte und den Körper zerlegte.
Geburt von Albert Fish
Hamilton Howard Fish wird geboren, der später als einer der grausamsten Serienmörder Amerikas bekannt werden sollte.
Entführung von Grace Budd
Albert Fish entführt die zehnjährige Grace Budd aus Irvington, New York, unter dem falschen Namen Frank Howard.
Ermordung von Grace Budd
Fish bringt Grace zum Wisteria Cottage in Westchester County und ermordet sie durch Erdrosseln.
Der entscheidende Brief
Fish schreibt einen detaillierten Geständnisbrief an die Eltern von Grace Budd, der zu seiner Identifizierung führt.
Verhaftung von Albert Fish
Aufgrund des Briefes wird Fish von der Polizei aufgespürt und verhaftet.
Prozessbeginn
Der elftägige Prozess gegen Albert Fish beginnt. Er gesteht die Morde an Grace Budd, Billy Gaffney und Francis McDonnell.
Schuldspruch und Todesurteil
Das Gericht verurteilt Fish zum Tod auf dem elektrischen Stuhl. Der Antrag auf Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit wird abgelehnt.
Hinrichtung
Albert Fish wird im Sing Sing Gefängnis in New York auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
Über sechs Jahre nach dem Mord, im November 1934, schrieb Fish einen Brief an die Eltern von Grace Budd. Das auf den 11. November 1934 datierte Schreiben enthielt detaillierte Schilderungen der Tat in erschreckender Genauigkeit. Dieser Brief wurde zum entscheidenden Durchbruch in den polizeilichen Ermittlungen.
Die Knochen von Grace Budd wurden später hinter dem Wisteria Cottage in Westchester County gefunden.
Nach seiner Verhaftung wurde Fish vor Gericht gestellt. Er wurde des Mordes ersten Grades an Grace Budd für schuldig befunden sowie der Tötung des vierjährigen Billy Gaffney und des achtjährigen Francis McDonnell.
Bei den polizeilichen Verhören gestand Fish die Morde. Der Prozess dauerte elf Tage. Seine Verteidigung argumentierte, Fish sei aufgrund von Geisteskrankheit schuldunfähig und beantragte einen Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit. Das Gericht wies diesen Antrag jedoch zurück.
Das amerikanische Gericht befand Albert Fish für schuldig und verurteilte ihn zum Tod auf dem elektrischen Stuhl. Die Hinrichtung wurde vollstreckt, womit eines der grausamsten Kapitel der US-Kriminalgeschichte zu Ende ging.
Der Fall Albert Fish wird in der Kriminologie bis heute intensiv untersucht. Er gilt als Beispiel für einen Serienmörder ohne psychotische Symptome, der sich der Natur seiner Handlungen vollständig bewusst war und dennoch zu den abscheulichsten Taten fähig war.
- Oxygen Crime News: How Albert Fish Was Caught for Grace Budd's Murder - Wikipedia: Albert Fish - EBSCO Research Starters: Albert Fish