Chris Brown wegen Körperverletzung an Rihanna verurteilt
R&B-Sänger erhielt fünf Jahre Bewährung nach brutalem Angriff

R&B-Sänger erhielt fünf Jahre Bewährung nach brutalem Angriff

Der US-amerikanische R&B-Sänger und Rapper Chris Brown wurde am 22. Juni 2009 wegen schwerer Körperverletzung und Bedrohung schuldig gesprochen. Die Tat ereignete sich Monate zuvor in den frühen Morgenstunden des 8. Februar 2009 in Los Angeles, Kalifornien.
Brown und seine damalige Freundin, die Sängerin Rihanna, befanden sich gegen 00:30 Uhr Pacific Standard Time auf dem Heimweg von einer Pre-Grammy-Party, die vom Musikproduzenten Clive Davis veranstaltet worden war. Während der Fahrt eskalierte ein Streit zwischen dem Paar, der in häusliche Gewalt mündete.
Der Angriff führte zu erheblichen sichtbaren Verletzungen im Gesicht des Opfers, die eine sofortige Krankenhausbehandlung erforderlich machten. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass Rihanna in den Wochen nach dem Vorfall nicht öffentlich auftreten konnte.
Gewalttätiger Übergriff in Los Angeles
In den frühen Morgenstunden griff Chris Brown seine Freundin Rihanna nach einer Pre-Grammy-Party an und verletzte sie schwer im Gesicht.
Brown stellt sich der Polizei
Am Abend desselben Tages stellte sich Chris Brown um 18:30 Uhr der Polizeistation Wilshire in Los Angeles.
Erste Anhörung vor Gericht
Bei seiner ersten Anhörung bekannte sich Chris Brown nicht schuldig der Vorwürfe.
Schuldbekenntnis und Verurteilung
Chris Brown gestand die schwere Körperverletzung und wurde zu fünf Jahren Bewährung, Anti-Gewalt-Kursen und Sozialstunden verurteilt.
Ende der Bewährungszeit
Nach fast sechs Jahren endete Chris Browns Bewährungsstrafe offiziell.
Chris Brown stellte sich noch am selben Tag um 18:30 Uhr PST selbst der Polizei auf der Wilshire-Station des Los Angeles Police Department.
Bei seiner ersten Anhörung am 6. April 2009 bekannte sich Brown zunächst nicht schuldig. Seine Verteidigungsstrategie änderte sich jedoch in den folgenden Wochen grundlegend. Am 22. Juni 2009 gestand er schließlich die Vorwürfe der schweren Körperverletzung.
Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Jahren Bewährung sowie zur verpflichtenden Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Programm gegen häusliche Gewalt. Zusätzlich wurde Brown zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Die Folgen des Vorfalls und der Verurteilung waren für Browns Karriere unmittelbar spürbar. Zahlreiche Werbeverträge und geplante Fernsehauftritte wurden nach seiner Verhaftung vorübergehend oder dauerhaft ausgesetzt. Mehrere Unternehmen distanzierten sich öffentlich von dem Sänger.
Die Bewährungsstrafe endete offiziell am 20. März 2015, nachdem Brown die Auflagen erfüllt hatte. Der Fall gilt bis heute als einer der bekanntesten Fälle häuslicher Gewalt in der Unterhaltungsbranche und führte zu breiten gesellschaftlichen Diskussionen über Gewalt in Beziehungen.