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Sagsmappe

Ed Gein: Der Schlächter von Plainfield

Wie der Serienmörder aus Wisconsin zur Vorlage für Horror-Ikonen wurde

En forladt træbondegård i Plainfield, Wisconsin, dens ydre vejrbidt og uhyggeligt, omgivet af tæt, tilgroet løv.
BEVIS

Klassifikation:

Seriemorder
Familiemord
Psykopati
Wisconsin
Uidentificeret lig
Vold
Retsmedicin
Psykisk syg

Quick Facts

Gerningsmand(e)Edward Theodore Gein
Offer(e)Bernice Worden, Mary Hogan
GerningsstedPlainfield, Wisconsin, USA
Gerningsdato1954-12-08, 1957-11-16
ForbrydelsestypeMord, gravrøveri
Mord
Film
Uopklaret sag
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Das dunkle Erbe von Plainfield

Edward Theodore Gein wurde am 27. August 1906 in La Crosse, Wisconsin, geboren. Sein Leben sollte zu einem der erschreckendsten Kapitel der amerikanischen Kriminalgeschichte werden, als seine bizarren Verbrechen im November 1957 ans Licht kamen.

Die Verhaftung erfolgte, nachdem Gein die Eisenwarenladenbesitzerin Bernice Worden am 16. November 1957 ermordet hatte. Doch dieser Mord war nur die Spitze des Eisbergs. Die Ermittlungen deckten auf, dass Gein bereits zwei Jahre zuvor, am 8. Dezember 1954, die Tavernenbesitzerin Mary Hogan in der Gegend um Plainfield erschossen hatte.

Eine Obsession mit dem Tod

Das wirklich Schockierende an Geins Fall war sein Geständnis, systematisch Gräber auf lokalen Friedhöfen geplündert zu haben. Über Jahre hinweg hatte er Leichen exhumiert und Körperteile verwendet, um groteske Gegenstände herzustellen – darunter Masken, Lampenschirme und sogenannte "Frauenanzüge" aus menschlicher Haut und Knochen.

Zeitlinie

27. August 1906

Geburt von Edward Gein

Edward Theodore Gein wird in La Crosse, Wisconsin, geboren.

29. Dezember 1945

Tod der Mutter

Geins Mutter Augusta stirbt. Ihr Tod wird zum Auslöser für seine psychische Dekompensation.

8. Dezember 1954

Mord an Mary Hogan

Gein erschießt die Tavernenbesitzerin Mary Hogan in Plainfield. Ihr Verschwinden bleibt zunächst ungeklärt.

16. November 1957

Mord an Bernice Worden

Gein tötet die Eisenwarenladenbesitzerin Bernice Worden. Dieser Mord führt zu seiner Verhaftung.

17. November 1957

Verhaftung und Entdeckung

Gein wird verhaftet. Bei der Durchsuchung seines Hauses entdecken Ermittler das volle Ausmaß seiner grausamen Taten.

14. November 1968

Verurteilung

Gein wird im Mordfall Bernice Worden für schuldig befunden, aber als unzurechnungsfähig eingestuft und in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

26. Juli 1984

Tod von Ed Gein

Ed Gein stirbt im Alter von 77 Jahren in der psychiatrischen Anstalt Mendota Mental Health Institute in Madison, Wisconsin.

Serienmörder

Geins Geisteszustand war zutiefst gestört durch seine Mutter, die Ende 1945 starb. Nach ihrem Tod fertigte er Kleidungsstücke aus menschlicher Haut an, um sie verkörpern zu können – ein Zeugnis seiner psychotischen Verfassung. Die krankhafte Bindung zu seiner dominanten, religiös-fanatischen Mutter hatte sein gesamtes Leben geprägt.

Er stand im Verdacht, in mehrere weitere ungeklärte Fälle verwickelt zu sein, konnte aber nie definitiv damit in Verbindung gebracht werden.

Prozess und Urteil

Gein wurde zunächst für verhandlungsunfähig erklärt und stattdessen in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Erst 1968 wurde er als mental kompetent eingestuft, um vor Gericht zu stehen.

Gerichtsverfahren

Im Jahr 1968 wurde Gein im Fall Bernice Worden für schuldig befunden. Aufgrund seiner dokumentierten Geisteskrankheit wurde er jedoch nicht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, sondern in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo er den Rest seines Lebens verbringen sollte.

Gein erlangte Bekanntheit unter den Spitznamen "Der Schlächter von Plainfield" und "Plainfield Ghoul" – Namen, die das blanke Entsetzen widerspiegelten, das seine Verbrechen auslösten.

Kultureller Einfluss

Ed Geins Verbrechen hatten einen nachhaltigen Einfluss auf die Populärkultur. Seine Geschichte inspirierte zahlreiche fiktive Charaktere, darunter Norman Bates aus Alfred Hitchcocks "Psycho", Leatherface aus "The Texas Chain Saw Massacre" und Buffalo Bill aus "Das Schweigen der Lämmer".

Psychologie von Serienmördern

Die Faszination mit seinem Fall liegt nicht nur in der Brutalität seiner Taten, sondern auch in der psychologischen Komplexität seiner gestörten Persönlichkeit. Forensische Psychologen und Kriminologen studieren seinen Fall bis heute, um die Mechanismen hinter solch extremen Verhaltensweisen zu verstehen.

Das Ende eines Monsters

Ed Gein starb am 26. Juli 1984 im Alter von 77 Jahren in der psychiatrischen Anstalt, in der er seit 1968 untergebracht war. Sein Tod markierte das Ende eines der verstörendsten Kapitel der amerikanischen Kriminalgeschichte.

Sein ehemaliges Haus in Plainfield, das zum makabren Schauplatz seiner Verbrechen wurde, brannte 1958 unter mysteriösen Umständen nieder – vermutlich durch Brandstiftung von Anwohnern, die den Ort des Grauens auslöschen wollten.