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Sagsmappe

Der Italiener, der die Mona Lisa stahl

Vincenzo Peruggia und der spektakulärste Kunstraub der Geschichte

En skikkelse, der ligner Vincenzo Peruggia, står nær den tomme udstilling i Louvre-museet, hvor Mona Lisa engang hang, med et tomrum uden sit berømte mesterværk, hvilket antyder maleriets dristige tyveri i 1911.
BEVIS

Klassifikation:

Museum
Uopklaret sag
Frankrig
Italien
Historisk
Retssag
Fangeskab
Kendis

Quick Facts

Gerningsmand(e)Vincenzo Peruggia
Offer(e)Mona Lisa (kunstværk af Leonardo da Vinci)
GerningsstedLouvre Museum, Paris, Frankrig
Gerningsdato1911-08-21
ForbrydelsestypeKunsttyveri
Bedrageri
Identitetstyveri
Kunsttyveri
mordssag
justitssvigt
justitsmordet
hvidvaskning
mordsager
celebrity-mord

Am 21. August 1911 verschwand das berühmteste Kunstwerk der Welt aus dem Louvre in Paris. Hinter dem Diebstahl steckte Vincenzo Peruggia, ein italienischer Handwerker, der zuvor im Museum gearbeitet hatte.

Peruggia führte seinen Kunstraub mit chirurgischer Präzision aus. Am Abend des 20. August versteckte er sich in einem Wandschrank und verließ das Museum am nächsten Morgen in einem weißen Kittel der Museumsangestellten. Es war ein Montag, und der Louvre war wegen Reinigungsarbeiten geschlossen. Erst am 22. August bemerkte das Museum das Unfassbare: Leonardo da Vincis Mona Lisa war verschwunden.

Zwei Jahre im Verborgenen

Peruggia brachte das Gemälde in seine Pariser Wohnung, wo es zwei Jahre lang versteckt blieb. In dieser Zeit unternahm er keinen Versuch, das Kunstwerk zu verkaufen oder öffentlich zu präsentieren. Im Dezember 1913 ergriff er die Initiative, die zu seinem Verhängnis werden sollte: Er kontaktierte den Kunstgaleristen Alfredo Geri.

Zeitlinie

20. August 1911

Versteck im Museum

Vincenzo Peruggia versteckt sich abends in einem Wandschrank im Louvre.

21. August 1911

Der Diebstahl

Peruggia stiehlt die Mona Lisa und verlässt das Museum in einem weißen Angestelltenkittel. Der Louvre ist wegen Reinigungsarbeiten geschlossen.

22. August 1911

Entdeckung des Diebstahls

Das Museum bemerkt, dass Leonardo da Vincis Mona Lisa verschwunden ist.

21. August 1911

Zwei Jahre versteckt

Das Gemälde bleibt in Peruggias Pariser Wohnung verborgen.

1. Dezember 1913

Kontakt zum Galeristen

Peruggia kontaktiert den Florentiner Kunstgaleristen Alfredo Geri und fordert 500.000 Lire Lösegeld.

10. Dezember 1913

Bestätigung der Echtheit

Giovanni Poggi, Direktor der Uffizi-Galerie, bestätigt die Echtheit des Gemäldes und informiert die Polizei.

11. Dezember 1913

Verhaftung

Vincenzo Peruggia wird in Florenz verhaftet, etwa zwei Jahre und vier Monate nach dem Diebstahl.

30. Dezember 1913

Rückkehr nach Frankreich

Die Mona Lisa wird nach Frankreich zurückgebracht und wieder im Louvre ausgestellt.

Peruggia stellte ambitionierte Forderungen. Er verlangte 500.000 Lire und bestand darauf, dass das Gemälde in der Uffizi-Galerie in Florenz ausgestellt werden sollte. Sein Motiv sei patriotisch, behauptete er: Die Mona Lisa sei von Napoleon gestohlen worden, und das italienische Kunstwerk müsse nach Italien zurückkehren.

Diese historische Darstellung hielt jedoch der Überprüfung nicht stand. Die Wahrheit war weitaus weniger heroisch: Leonardo da Vinci selbst hatte das Gemälde 1516 als Geschenk an König Franz I. nach Frankreich gebracht. Es war also niemals aus Italien gestohlen worden – es war freiwillig übergeben worden.

Verhaftung nach künstlerischer Bestätigung

Peruggias Kontaktaufnahme mit Geri wurde ihm zum Verhängnis. Der Galerist informierte Giovanni Poggi, den Direktor der Uffizi-Galerie, der die Echtheit des Gemäldes bestätigte. Poggi verständigte daraufhin die Polizei.

Vincenzo Peruggia wurde im Dezember 1913 verhaftet – etwa zwei Jahre und vier Monate nach dem Diebstahl. Er wurde wegen Kunstdiebstahls angeklagt und für schuldig befunden. Das Urteil lautete auf ein Jahr und 15 Tage Gefängnis, wobei er letztendlich nur etwa sechs bis sieben Monate absaß.

Die Mona Lisa wurde am 30. Dezember 1913 nach Frankreich zurückgebracht, wo sie seither als nationales und internationales Kulturgut gehütet wird.

Paradoxes Vermächtnis

Das Paradoxe an Peruggias Coup ist, dass der Diebstahl das Gemälde erst zum berühmtesten Kunstwerk der Welt machte. Vor 1911 war die Mona Lisa unter Kunsthistorikern und Sammlern bekannt, nicht aber in der breiten Öffentlichkeit. Der Diebstahl und die anschließende Fahndung machten sie zu einer ikonischen Sensation. Die internationale Aufmerksamkeit, die das Gemälde heute genießt, ist zu einem großen Teil eine Folge der beharrlichen und romantisierten, aber grundlegend missverstandenen Tat des italienischen Handwerkers.

Vincenzo Peruggia starb, ohne die bleibende Wirkung seiner Handlung auf die Kunstgeschichte zu erleben – er hatte nicht nur ein Gemälde verändert, sondern die Wahrnehmung der ganzen Welt.