Scott Peterson: Richter lehnt neue Beweise ab
Kalifornischer Richter weist Antrag auf Wiederaufnahme des Mordprozesses zurück

Kalifornischer Richter weist Antrag auf Wiederaufnahme des Mordprozesses zurück

Scott Peterson wurde im November 2004 schuldig gesprochen, seine hochschwangere Ehefrau Laci ermordet zu haben. Jetzt wollte das Los Angeles Innocence Project den Fall mit neuen Beweisen wiederaufrollen lassen – doch ein kalifornischer Richter hat den Antrag im August 2025 abgelehnt.
Die 27-jährige Laci Peterson, die im achten Monat schwanger war, verschwand am Heiligabend 2002 aus ihrem Haus in Modesto, Kalifornien. Im April 2003 wurden ihre Leiche und die ihres ungeborenen Sohnes Conner in der San Francisco Bay gefunden. Scott Peterson wurde ursprünglich wegen Mord an seiner Frau und wegen Mordes zweiten Grades an seinem ungeborenen Sohn schuldig gesprochen. Im März 2005 wurde er zum Tode verurteilt.
Im August 2020 hob der Oberste Gerichtshof Kaliforniens das Todesurteil gegen Peterson auf. Im Dezember 2021 wurde die Strafe in lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung umgewandelt – diese Strafe verbüßt er bis heute.
Laci Peterson verschwindet
Die 27-jährige hochschwangere Laci Peterson verschwindet an Heiligabend aus ihrem Haus in Modesto, Kalifornien.
Leichenfund in der San Francisco Bay
Die Leichen von Laci Peterson und ihrem ungeborenen Sohn Conner werden in der San Francisco Bay gefunden.
Scott Peterson schuldig gesprochen
Ein Geschworenengericht spricht Scott Peterson des Mordes an seiner Frau und seines ungeborenen Sohnes schuldig.
Todesstrafe verhängt
Scott Peterson wird zum Tode verurteilt.
Todesstrafe aufgehoben
Der Oberste Gerichtshof Kaliforniens hebt das Todesurteil gegen Peterson auf.
Umwandlung in lebenslange Haft
Scott Peterson wird zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt.
Antrag auf Wiederaufnahme abgelehnt
Ein kalifornischer Richter lehnt den Antrag des Los Angeles Innocence Project auf Wiederaufnahme des Verfahrens ab.
Das Los Angeles Innocence Project – eine Rechtsorganisation, die sich für die Freilassung unschuldig Verurteilter einsetzt – reichte beim kalifornischen Berufungsgericht einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Die Organisation behauptete, über neue Beweise zu verfügen, die die Rechtmäßigkeit des Urteils infrage stellen könnten.
Im August 2025 lehnte ein kalifornischer Richter jedoch Petersons Versuch ab, diese neuen Beweise vor Gericht zu präsentieren. Die Ablehnung bedeutet, dass aufgrund der vom Innocence Project vorgelegten Beweise kein neues Verfahren eröffnet werden kann.
Welche konkreten Gründe das Innocence Project für die Wiederaufnahme des Verfahrens anführte und um welche neuen Beweise es sich handelt, wurde in den verfügbaren Quellen nicht näher spezifiziert. Die Details der neuen Dokumentation wurden nicht öffentlich gemacht.
Der Fall ist seit Jahren von juristischen Problemen geprägt. Peterson wurde ursprünglich zum Tode verurteilt, doch nach jahrelangen Berufungsverfahren und Gerichtsentscheidungen wurde die Strafe in lebenslange Haft ohne Bewährung umgewandelt. Dass das Innocence Project nun eine vollständige Wiederaufnahme des Verfahrens anstrebt, unterstreicht, dass weiterhin juristische Unsicherheit um das Urteil besteht.
Peterson sitzt derzeit ohne jede Aussicht auf Freilassung im Gefängnis – es sei denn, ein Berufungsgericht nimmt den Fall erneut auf und findet Gründe, das Urteil aufzuheben. Mit der aktuellen Entscheidung vom August 2025 hat sich diese Hoffnung vorerst zerschlagen.
Der Mordfall an Laci Peterson erregte 2002 und 2003 landesweit Aufsehen in den USA. Die hochschwangere Frau verschwand spurlos an Heiligabend, während ihr Ehemann Scott angab, zum Angeln gefahren zu sein. Die Suche nach der vermissten Frau zog sich über Monate hin und mobilisierte die Öffentlichkeit.
Als die Leichen von Laci und ihrem ungeborenen Sohn im April 2003 an der Küste der San Francisco Bay angeschwemmt wurden, geriet Scott Peterson schnell ins Visier der Ermittler. Während der Ermittlungen kam heraus, dass er eine Affäre hatte und seiner Geliebten gegenüber behauptet hatte, seine Frau sei tot – noch bevor Laci offiziell vermisst wurde.
Der Prozess gegen Scott Peterson wurde zu einem der medial am intensivsten verfolgten Kriminalfälle der 2000er Jahre in den Vereinigten Staaten.