
Casefile beleuchtet den Folbigg-Fall im Mai-2026-Bonusformat
Der True-Crime-Podcast Casefile True Crime hat ein neues Behind-the-Files-Bonusepisode veröffentlicht, in dem das Team die Arbeit an Case 338 über den Folbigg-Fall reflektiert – einen der umstrittensten Strafprozesse Australiens.
Casefile True Crime, einer der meistgehörten True-Crime-Podcasts der Welt, hat im Mai 2026 eine neue Behind-the-Files-Bonusepisode für seine Premiumabonnenten veröffentlicht. Darin setzen sich der anonyme australische Moderator und Produktionsmitglied Elsha zusammen, um über die Arbeit an Case 338 zu sprechen – einer Episode über Kathleen Folbigg und die vier Kinder, die sie zwischen 1989 und 1999 verlor. Der Fall hat die australische Rechtswelt seit Jahrzehnten gespalten.
Ein Fall, der Australien seit über drei Jahrzehnten beschäftigt
Kathleen Folbigg wurde 2003 verurteilt, ihre vier Kinder getötet zu haben: Caleb, Patrick, Sarah und Laura. Sie saß zwanzig Jahre lang im Gefängnis, bevor neue wissenschaftliche Erkenntnisse von Genetikforschern und Ärzten die Grundlage des Urteils zunehmend ins Wanken brachten. Im Jahr 2023 wurde sie vom Gouverneur von New South Wales begnadigt, nachdem eine unabhängige Untersuchung ergeben hatte, dass begründete Zweifel an ihrer Schuld bestehen. Der Fall gilt heute vielen als eines der markantesten Beispiele eines möglichen Justizirrtums in der australischen Rechtsgeschichte.
Genau diesen komplexen und emotional schwer belastenden Fall hat Casefile in Case 338 aufgegriffen – und in der Behind-the-Files-Episode vom Mai 2026 gibt das Team Einblick in das, was es bedeutet, eine Episode über einen Fall dieser Tragweite zu recherchieren und zu produzieren. Kathleen Folbigg
Hinter dem Mikrofon: Die Herausforderungen der Produktion
Im Behind-the-Files-Format sprechen der anonyme Moderator und Elsha offen über die ethischen und praktischen Überlegungen, die hinter jeder Episode stecken. Im Fall Folbigg musste das Team besonders sensibles Terrain navigieren: Der Fall umfasst vier verstorbene Kinder, eine Mutter, die zwei Jahrzehnte lang als Serienmörderin galt, und eine öffentliche Debatte, die im Kern darum kreist, ob das Rechtssystem versagt hat – sowohl gegenüber den Kindern als auch gegenüber ihrer Mutter.
Solche Hintergrundfolgen sind bei der Casefile-Hörerschaft beliebt, weil sie Einblick in die journalistische und menschliche Arbeit hinter dem Podcast geben. Das True-Crime-Genre wird häufig dafür kritisiert, Opfer auf Faszinobjekte zu reduzieren, und das Casefile-Team hat wiederholt betont, dass es alle Beteiligten mit Respekt behandeln möchte.
