
Gericht lehnt Haftentlassung von Marius Borg Høiby ab
Norwegischer Richter sieht hohes Rückfallrisiko bei Kronprinzessin-Sohn
Quick Facts
Gericht lehnt Haftentlassung ab
Ein norwegischer Richter hat im Februar 2026 die Freilassung von Marius Borg Høiby abgelehnt. Der 29-Jährige ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung und bleibt damit weiterhin in Untersuchungshaft. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit einer konkreten Risikobewertung: Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte bei einer Freilassung neue Straftaten mit einem Strafrahmen von über sechs Monaten begehen würde.
Die Entscheidung zeigt, wie ernst die norwegische Justiz die Gefährdungslage einschätzt. Marius Borg Høiby war am 2. Februar 2026 verhaftet worden, kurz bevor sein Prozess beginnen sollte. Er ist unter anderem wegen Körperverletzung, mehrfacher Vergewaltigung und Verstoßes gegen ein Kontaktverbot angeklagt.
Risikobewertung steht im Mittelpunkt
Die Entscheidung des norwegischen Gerichts illustriert das Vorgehen bei Untersuchungshaft und Haftprüfungen. Bei der Frage nach einer möglichen Entlassung müssen Richter verschiedene Faktoren abwägen: Vorstrafen, persönliche Umstände und die Wahrscheinlichkeit für Rückfälle spielen eine zentrale Rolle.
In diesem Fall kam das Gericht zu dem Schluss, dass das Risiko für neue Straftaten so hoch ist, dass die Untersuchungshaft aufrechterhalten werden muss. Besonders bemerkenswert ist der Hinweis auf den Strafrahmen von über sechs Monaten – dies deutet auf schwere Delikte hin, die das Gericht für wahrscheinlich hält.


