Amagerbanken robbery
Bewaffneter Überfall auf die dänische Amagerbanken am 22. Februar 2008 in Kopenhagen, bei dem zwei Polizisten erschossen wurden und der zu einer der größten Fahndungen in der dänischen Kriminalgeschichte führte.
Der Amagerbanken-Raubüberfall bezeichnet den bewaffneten Banküberfall auf eine Filiale der dänischen Amagerbanken in der Roskildevej in Kopenhagen am 22. Februar 2008. Bei diesem Verbrechen erbeuteten mehrere maskierte Täter einen erheblichen Geldbetrag und töteten während der Flucht zwei Polizeibeamte mit automatischen Waffen.
Strafrechtlich handelt es sich um einen besonders schweren Fall des bewaffneten Raubes in Verbindung mit Mord. Nach dänischem Strafrecht (Straffeloven) liegt Raub vor, wenn jemand durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt einem anderen eine fremde Sache wegnimmt. Die zusätzliche Tötung von zwei Polizisten im Zusammenhang mit der Tat erfüllt den Tatbestand des Mordes und führt zu einer erheblichen Strafschärfung.
Der Fall löste eine der umfangreichsten Fahndungsoperationen in der dänischen Geschichte aus und führte zu weitreichenden Diskussionen über die Bewaffnung und Ausrüstung der dänischen Polizei. Die extreme Gewaltanwendung und die professionelle Durchführung des Überfalls deuteten auf eine gut organisierte kriminelle Gruppe hin.
Die juristische Aufarbeitung erfolgte ausschließlich nach dänischem Strafrecht, da sowohl Tatort als auch Täter und Opfer der dänischen Jurisdiktion unterlagen. Der Fall gilt als Wendepunkt in der dänischen Kriminalpolitik und führte zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen im Bankensektor sowie zu einer Debatte über organisierte Kriminalität in Dänemark.
