ægtefælledrab
Tötung des Ehepartners; im dänischen Strafrecht keine eigenständige Straftat, sondern Unterfall des Totschlags (manddrab) nach Straffeloven § 237 mit Strafrahmen von 5 Jahren bis lebenslanger Freiheitsstrafe.
Ægtefælledrab bezeichnet im dänischen Recht die Tötung des eigenen Ehepartners. Es handelt sich dabei nicht um einen eigenen Straftatbestand, sondern um eine begriffliche Kategorie innerhalb des allgemeinen Tötungsdelikts (manddrab). Die rechtliche Einordnung erfolgt regelmäßig nach Straffeloven § 237, der die vorsätzliche Tötung eines anderen Menschen unter Strafe stellt.
Die Strafdrohung für manddrab beträgt nach § 237 Freiheitsstrafe bis zu lebenslänglich (fængsel indtil livstid). In der Praxis liegt der übliche Strafrahmen zwischen 5 Jahren und lebenslanger Freiheitsstrafe, wobei die konkrete Strafzumessung von den Umständen der Tat abhängt. Das dänische Strafrecht kennt keine besondere Qualifikation oder Privilegierung für Tötungen innerhalb der Ehe.
Der Begriff ægtefælledrab wird vor allem im kriminologischen und medialen Kontext verwendet, um Fälle häuslicher Gewalt mit tödlichem Ausgang zu kategorisieren. Im juristischen Sprachgebrauch bleibt es jedoch bei der allgemeinen Bezeichnung manddrab, unabhängig vom Verhältnis zwischen Täter und Opfer.
Die Beziehung zwischen Täter und Opfer kann jedoch bei der Strafzumessung als erschwerender oder in seltenen Fällen als mildernder Umstand berücksichtigt werden. Die Tötung des Ehepartners erfolgt häufig im häuslichen Umfeld und steht oft in Zusammenhang mit Konflikten in der Beziehung, Eifersucht oder häuslicher Gewalt.
