
28 Jahre namenlos: DNA-Projekt löst Atlanta-Fall von 1996
Wie genetische Ermittlung einem Brandopfer seine Identität zurückgab
Quick Facts
1996: Ein junger Mann wird in Atlanta verbrannt aufgefunden
Im Jahr 1996 wurde in Atlanta ein junger Mann tot aufgefunden – verbrannt. Was folgte, war ein Fall, der fast drei Jahrzehnte lang kaum Aufmerksamkeit erhielt. Das Atlanta Police Department legte die Ermittlungen zu den Cold Cases auf Eis.
28 Jahre lang lag das Opfer namenlos auf einem Armengrab begraben. Seine Familie wusste nichts von seinem Schicksal. Niemand kannte seinen Namen. Bis das DNA Doe Project – eine Organisation, die auf genetische Ermittlungsarbeit spezialisiert ist – sich des Falls annahm.
Die Disney+-Serie 'Naming the Dead'
Auf Disney+ läuft aktuell die Serie 'Naming the Dead', die die Arbeit des DNA Doe Projects dokumentiert. Die Organisation widmet sich der Identifizierung von Jane Doe und John Doe-Fällen – Menschen, deren Identität nach ihrem Tod ungeklärt bleibt.
In Staffel 1, Episode 6 mit dem Titel "The Man on Fire" wird der Atlanta-Fall detailliert aufgearbeitet. Die Dokumentation zeigt, wie die Ermittler des Projekts durch fortschrittliche DNA-Analysen das Opfer schließlich als David identifizieren konnten. Seine Schwester Marilyn Brown erhielt damit nach fast drei Jahrzehnten endlich Gewissheit über das Schicksal ihres Bruders.
50.000 namenlose Tote in den USA
Die USA stehen vor einer erschreckenden Realität: Etwa 50.000 Menschen liegen unidentifiziert in Gräbern oder Kühlräumen quer durchs Land verteilt. Das DNA Doe Project arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um diese Cold Cases zu lösen und Familien einen Abschluss zu ermöglichen.


