
Doku über Kopenhagens Drogenstraße startet auf HBO Max
Sechsteilige Serie zeigt fünf Jahrzehnte Bandenkriminalität in Christiania
Dänischer Drogen-Hotspot wird zur True-Crime-Serie
Ab dem 10. Oktober 2025 startet auf HBO Max die sechsteilige Dokumentarserie 'Kampen om Pusher Street' (international: 'Gang War: Pusher Street'). Die von GODT Media produzierte Serie beleuchtet mehr als fünf Jahrzehnte organisierte Kriminalität rund um die Pusher Street im Kopenhagener Freistaat Christiania – einem der umstrittensten Schauplätze des Drogenhandel in Dänemark.
Fünf Jahrzehnte Konflikt in sechs Episoden
Unter der redaktionellen Leitung von Søren Rasmussen zeichnet die Dokumentation den jahrzehntelangen Kampf zwischen Polizei, Drogenhändlern, Christiania-Bewohnern und Bandenkriminalität nach. Die Serie beginnt in den 1980er-Jahren und führt bis in die Gegenwart.
Die Pusher Street war über Jahrzehnte der bekannteste offene Drogenumschlagplatz Skandinaviens. In der alternativen Wohnsiedlung Christiania, die 1971 auf einem ehemaligen Militärgelände gegründet wurde, entwickelte sich ein rechtsfreier Raum, in dem Cannabis offen verkauft wurde – trotz zahlreicher Polizeirazzien und politischer Interventionen.
Brutaler Angriff führte zur Schließung
Ein Wendepunkt kam 2023: Eine brutale Messerattacke, möglicherweise ein Mord, markierte den Beginn vom Ende der Pusher Street. Der Vorfall löste eine Kette von Ereignissen aus, die im April 2024 zur historischen Schließung der berüchtigten Straße führten – ein Schlussstrich unter eine lange und von Gewalt geprägte Ära.
Die Dokumentation zeigt, wie rivalisierende kriminelle Gruppierungen über Jahre hinweg um die Kontrolle über den lukrativen Drogenmarkt kämpften, während Anwohner und Polizei versuchten, die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Einzigartige Perspektiven von allen Seiten
Die Serie hebt sich durch ihre außergewöhnliche Interviewführung ab: Sowohl aktive und ehemalige Drogendealer als auch Polizeibeamte und Christiania-Bewohner kommen zu Wort und teilen ihre persönlichen Erfahrungen aus den jahrelangen Konflikten. Diese Vielstimmigkeit ermöglicht einen seltenen Einblick in alle Seiten des Geschehens.
Die Offenheit, mit der die Beteiligten über ihre Rolle sprechen, gibt der Serie eine besondere Authentizität und zeigt die Komplexität eines Phänomens, das weit über einfache Gut-Böse-Schemata hinausgeht.


