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Paul Ogorzow: S-Bahn-morderen fra Berlin (1940-1941)

S-Bahn-morderen fra Berlin under 2. Verdenskrig

🇩🇪 Tysk

Udgivet May 4, 2026 at 12:07 AM

Paul Ogorzow: S-Bahn-morderen der terroriserede krigstidens Berlin
BEVIS

Quick Facts

Gerningsmand(e)Paul Ogorzow
Offer(e)Mindst 8 kvinder (navne ikke fuldt verificeret)
GerningsstedBerlin, Tyskland
Gerningsdato1940-09 til 1941-07
ForbrydelsestypeSeriemord, voldtægt

Paul Ogorzow wurde 1912 in Ostpreußen geboren und zog später nach Berlin, wo er als Hilfsarbeiter bei der Deutschen Reichsbahn tätig war. Der überzeugte Nationalsozialist trat bereits 1931 der NSDAP und 1932 der SA bei. Trotz seiner politischen Loyalität zum Regime führte er ein Doppelleben als einer der brutalsten Serienmörder der deutschen Geschichte. Seine Opfer waren ausschließlich Frauen, die er nachts in der verdunkelten S-Bahn oder in der Nähe seiner Arbeitsstätte am Bahnhof Rummelsburg attackierte.

Die Mordserie begann im September 1940 und erstreckte sich bis Juli 1941. Ogorzow nutzte die kriegsbedingte Verdunkelung Berlins systematisch aus, um Frauen in leeren S-Bahn-Abteilen anzugreifen. Seine Vorgehensweise war brutal: Er schlug seine Opfer mit einem Bleikabel oder stumpfen Gegenständen nieder, vergewaltigte sie und warf sie anschließend aus dem fahrenden Zug. Mindestens acht Frauen starben durch seine Hand, zahlreiche weitere überlebten schwer verletzt. Zu seinen Opfern gehörten Arbeiterinnen, Hausfrauen und junge Frauen, die spätabends von der Arbeit nach Hause fuhren.

Die Ermittlungen gestalteten sich äußerst schwierig, da das NS-Regime jede öffentliche Berichterstattung über die Mordserie unterband. Die Behörden fürchteten Panik in der Bevölkerung und wollten das Bild der sicheren Reichshauptstadt aufrechterhalten. Kriminalkommissar Wilhelm Lüdtke von der Berliner Kriminalpolizei leitete die Ermittlungen und setzte schließlich auf eine systematische Überprüfung aller Reichsbahnangestellten mit Zugang zu den betroffenen Strecken. Die entscheidende Wende kam durch Zeugenaussagen, die einen Mann in Reichsbahnuniform beschrieben.

Tidslinje

1. januar 1931

Tilslutning til NSDAP

Paul Ogorzow meldte sig ind i det nazistiske parti NSDAP og demonstrerede sin politiske loyalitet over for regimet.

1. januar 1932

Medlem af SA

Ogorzow blev medlem af SA (Sturmabteilung), nazisternes paramilitære organisation.

1. september 1940

Mordserien begynder

Ogorzow begyndte sin mordserie mod kvinder i Berlin. Han udnyttede den krigsbestemte sortslukningspligt til at angribe kvinder i tomme S-Bahn-kupéer.

3. juli 1941

Sidste bekræftede mord

Frieda Koziol blev Ogorzows sidste kendte offer. Hun blev angrebet og dræbt i S-Bahn-systemet.

12. juli 1941

Anholdelse

Paul Ogorzow blev arresteret af Kriminalpolizei (Kripo) efter systematisk efterforskning ledet af Wilhelm Lüdtke.

24. juli 1941

Dødsdom

Berlin Kammergericht dømte Ogorzow til døden for otte mord samt talrige mordforsøg og voldtægter.

26. juli 1941

Henrettelse

Paul Ogorzow blev henrettet ved guillotine på Plötzensee-fængslet i Berlin, kun to dage efter dommen.

Im Juli 1941 wurde Paul Ogorzow verhaftet, nachdem sich die Hinweise auf Bahnmitarbeiter verdichteten und er durch sein auffälliges Verhalten gegenüber Kolleginnen aufgefallen war. Im Verhör gestand er zunächst einzelne Taten und schließlich alle acht Morde sowie zahlreiche weitere Überfälle. Die Ermittler waren schockiert, dass ein Parteimitglied und scheinbar unauffälliger Familienvater hinter den Verbrechen steckte. Ogorzow zeigte keinerlei Reue und beschrieb seine Taten mit erschreckender Gleichgültigkeit.

Der Prozess vor dem Sondergericht Berlin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da das Regime die Existenz eines nationalsozialistischen Serienmörders vertuschen wollte. Am 24. Juli 1941 wurde Paul Ogorzow zum Tode verurteilt und noch am selben Tag aus der NSDAP und SA ausgeschlossen. Zwei Tage später, am 26. Juli 1941, wurde er im Gefängnis Plötzensee mit dem Fallbeil hingerichtet. Die gesamte Verfahrensdauer von Verhaftung bis Hinrichtung betrug nur wenige Wochen.

Der Fall Ogorzow ist aus mehreren Gründen von historischer Bedeutung. Er zeigt exemplarisch, wie das NS-Regime mit Verbrechen umging, die nicht ins ideologische Weltbild passten. Die Vertuschung der Mordserie gefährdete weitere Menschenleben, da Frauen nicht vor der Gefahr gewarnt wurden. Kriminologisch gilt der Fall als frühes Beispiel moderner Profilerstellung und systematischer Tätereingrenzung. Ogorzows Verbrechen offenbarten zudem die dunkle Seite der Kriegsverdunkelung, die nicht nur Schutz vor Luftangriffen bot, sondern auch Verbrechern Deckung gab.

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