
Hauptangeklagte der NSU-Mordserie
Beate Zschäpe ist die einzige Überlebende des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und wurde als Hauptangeklagte in einem der größten Terrorprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte verurteilt.
Wer ist Beate Zschäpe?
Beate Zschäpe ist eine der gefährlichsten Terroristinnen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als verbleibende Überlebende und Hauptangeklagte des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wurde sie am 5. Juli 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der NSU-Komplex gilt als einer der größten Kriminalfälle in Deutschland und offenbarte massive Versäumnisse von Geheimdiensten und Polizeibehörden.
Die NSU-Mordserie
Der Nationalsozialistische Untergrund war ein rechtsextremistisches Terrornetzwerk, das zwischen 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen – überwiegend mit Migrationshintergrund – ermordet haben soll. Die dokumentierten Opfer waren Betreiber von Döner-Läden und anderen Geschäften in Deutschland. Beate Zschäpe war neben Uwe Böhnhardt und Uwe Mundian Shishoev Teil des inneren Kreises dieser Terrorzelle.
Die Mordserie blieb lange Zeit unaufgeklärt und wurde von den Behörden anfangs unter falschen Prämissen untersucht – man verdächtigte fälschlicherweise die Opfergemeinschaften selbst. Erst nach dem Auffliegen der Zelle 2011 wurden die Zusammenhänge klar. Nationalsozialistischer Untergrund


