
Die Mitbegründerin von Dänemarks erstem LGBTI+-Buchcafé
Kristine Sofie Højen ist ausgebildete Bibliothekarin und Mitgründerin des Buens Bogcafé in Aalborg, Dänemarks erstem LGBTI+-Buchcafé. Seit der Eröffnung 2021 prägt sie die dänische Bibliotheks- und Kulturszene.
Eine Bibliothekarin mit Mission
Kristine Sofie Højen ist ausgebildete Bibliothekarin mit einer Leidenschaft für Bücher und Kultur. Gemeinsam mit Emma Mai Petersen gründete sie das Buens Bogcafé in Aalborg — Dänemarks erstes dezidiert LGBTI+-orientiertes Buchcafé. Die beiden schufen damit nicht nur einen Ort zum Bücherkaufen, sondern einen echten Schutzraum für LGBTI+-Menschen in Nordjütland.
Das 2021 eröffnete Café entwickelte sich schnell zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt. Es bietet ein breites Spektrum an Literatur, mit besonderem Fokus auf Werke, die diverse Stimmen und Identitäten repräsentieren. Für viele Besucher ist das Café ein "dritter Ort" geworden — weder Zuhause noch Arbeitsplatz, sondern ein Raum für Community und Begegnung.
Anerkennung und Widerstand
Das Buens Bogcafé erhielt schnell erhebliche Medienaufmerksamkeit, sowohl lokal als auch landesweit. Die wichtige Arbeit des Cafés wurde mit dem Rainbow Award gewürdigt. Doch der Erfolg kam nicht ohne Herausforderungen: Das Café stieß auch auf Widerstand aus Teilen der lokalen Gesellschaft.
Højen und Petersen ließen sich davon jedoch nicht abschrecken. Sie führen den Betrieb weiter als bedeutende Kulturinstitution, die regelmäßig Veranstaltungen mit Autorinnen und Autoren organisiert, Diskussionsgruppen abhält und Räume schafft, in denen sich LGBTI+-Menschen willkommen fühlen.
Neue Generation von Bibliothekarinnen
Seit der Eröffnung des Buchcafés war Højen Mitglied im Forbundet Kultur og Information (ehemals BIBLIOTEKARFORBUNDET) und übernahm dort eine aktive Rolle. Ihr Engagement war wichtig, um die Stimme der Bibliotheksberufe in der dänischen Bibliotheks- und Kulturpolitik zu sichern.
Højen repräsentiert eine neue Generation von Bibliothekarinnen, die ihre Arbeit nicht nur als Literaturvermittlung verstehen, sondern als Aktivismus und als Schaffung von Räumen für marginalisierte Stimmen. Ihre Bibliothekserfahrung gibt ihr tiefes Verständnis für die Rolle von Literatur und Kultur beim Aufbau von Verständnis und Empathie — Werte, die in allen kulturellen Formen zentral sind.


