Brandanschlag von Solingen 1993
Rassistischer Terror forderte fünf Menschenleben

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Quick Facts
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Der Anschlag
Am 29. Mai 1993 gegen 23:45 Uhr setzten vier deutsche Rechtsextremismus Rechtsextremisten ein Einfamilienhaus im Solinger Stadtteil Unterbarmen in Brand. Das Wohnhaus gehörte der türkischstämmigen Familie Genç, die bereits in mehreren Generationen in Deutschland lebte.
Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Fünf Menschen kamen in den Flammen ums Leben: die drei Kinder Gülüstan (12 Jahre), Hatice (18 Jahre) und Gülsen (27 Jahre), sowie Saime Genc (4 Jahre) und Hülya Genç (9 Jahre). Zwei weitere Familienmitglieder wurden schwer verletzt. Die Rettungskräfte trafen innerhalb kürzester Zeit ein, konnten aber nur noch die Leichen bergen.
Ermittlungen und Aufklärung
Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, die schnell auf ein Netzwerk von Neonazis Neonazis hinwies. In der Bevölkerung Solingens herrschten Trauer und Entsetzen. Die brennenden Fragen lauteten: Wie konnte es so weit kommen? Wer waren die Täter?
Kriminalbeamte aus ganz Nordrhein-Westfalen wurden mobilisiert. Nach intensiven Ermittlungen konnten vier Männer identifiziert und festgenommen werden: Markus Gartmann, Felix Köhler, Christian Buchholz und Günter Wald. Sie gehörten verschiedenen rechtsextremen Gruppierungen an.
Durch Geständnisse und erdrückende Beweise wurde ihre Schuld bewiesen. Die Täter hatten den Anschlag aus rassistischer Ideologie heraus geplant und sahen türkischstämmige Menschen sowie andere Einwanderer als Bedrohung für Deutschland. Das Motiv war purer Rechtsterrorismus Terrorismus aus Hass.


