Credit Suisse überwachte Manager nach Jobwechsel
Bankriese ließ Ex-Vermögenschef beschatten

Sagsdetaljer
Quick Facts
Systematische Beschattung in Zürich
Die Schweizer Großbank Credit Suisse startete im Sommer 2019 eine umfassende Überwachungsoperation gegen ihren ehemaligen Vermögensverwaltungschef Iqbal Khan. Über drei Monate hinweg ließen beauftragte Privatdetektive den Manager beschatten, nachdem dieser zur Konkurrenzbank UBS gewechselt war. Die Wirtschaftskriminalität sollte später Grundlage für Anklagen wegen Unternehmensspionage, Nötigung und Bedrohung werden.
Von Juli bis September 2019 verfolgten die Ermittler Khan durch die Straßen Zürichs – sowohl bei alleinigen Wegen als auch in Begleitung seiner Ehefrau. Die verdeckte Operation flog jedoch auf, als Khan im September 2019 selbst auf einen der Verfolger aufmerksam wurde und ihn zur Rede stellte. Diese Konfrontation brachte die illegale Überwachung in die Öffentlichkeit.
Eigenmächtiges Handeln des Spitzenmanagers
Verantwortlich für den Überwachungsauftrag war Pierre-Olivier Bouée, der damalige Chief Operating Officer (COO) von Credit Suisse. Bouée traf die Entscheidung zur Observation eigenständig, ohne die weitere Führungsebene der Bank einzubeziehen oder eine formelle Genehmigung einzuholen. Diese Alleingangentscheidung sollte weitreichende Folgen haben.
Zeitlinie
Beginn der Überwachung
Credit Suisse beauftragt Privatdetektive mit der Observation von Iqbal Khan in Zürich.


