Oktoberfest-Attentat 1980: 13 Tote bei Bombenanschlag
Der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik

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Quick Facts
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Der Anschlag
Am Abend des 26. September 1980 herrschte auf dem Münchner Oktoberfest Hochbetrieb. Kurz nach 22 Uhr strömten Tausende Besucher über die Theresienwiese, als um exakt 22:19 Uhr am Haupteingang eine Bombe explodierte. Der Sprengsatz – ein mit Nägeln und Metallteilen gefüllter Behälter – war direkt neben einem Papierkorb platziert worden.
Die Detonation riss 13 Menschen in den Tod, darunter Kinder, Jugendliche und ältere Festbesucher. Über 200 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Etwa 70 der Verletzten waren unter 16 Jahre alt. Es war der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Die Szenen glichen einem Schlachtfeld: Überall lagen Verletzte, Trümmerteile und persönliche Gegenstände verstreut. Rettungskräfte und herbeieilende Helfer versorgten die Opfer unter chaotischen Bedingungen. Das Oktoberfest wurde umgehend abgebrochen.
Gundolf Köhler – der mutmaßliche Täter
Bereits am Tag nach dem Anschlag konnten Rechtsmediziner feststellen, dass der Bombenleger selbst bei der Explosion ums Leben gekommen war. Die sterblichen Überreste wurden als die des 21-jährigen Gundolf Köhler aus Donaueschingen identifiziert.
Köhler hatte nachweislich Verbindungen zur rechtsextremen Szene in Deutschland. Er war Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann gewesen, einer militanten neonazistischen Organisation, die später verboten wurde. Die Ermittler fanden Hinweise auf seine rechtsextreme Gesinnung und Kontakte zu anderen Aktivisten der Szene.


