Tijuana-Kartell: Vom Kokain-Imperium zum blutigen Fall
Wie die Arellano-Félix-Familie 40 Prozent des US-Kokainmarkts kontrollierte – und alles verlor

Von der Grenzstadt zur Drogenmacht
Das Tijuana-Kartell wurde von der Arellano-Félix-Familie gegründet und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer der mächtigsten kriminellen Organisationen Mexikos. Die Wahl des Hauptsitzes war strategisch perfekt: Tijuana in Baja California liegt direkt an der Grenze zu San Diego in Kalifornien – ein Tor zum lukrativsten Drogenmarkt der Welt.
Diese geografische Lage ermöglichte es dem Kartell, den Drogenfluss direkt in die USA zu kontrollieren. Was das Tijuana-Kartell von vielen anderen organisierten Verbrechergruppen unterschied, war seine vollständige vertikale Integration: Die Organisation kontrollierte die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion über den Transport bis zum Verkauf.
40 Prozent des US-Kokainmarkts
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht kontrollierte die Arellano-Félix-Familie unglaubliche 40 Prozent des gesamten in den USA vertriebenen Kokains. Diese Marktdominanz machte das Kartell nicht nur außerordentlich mächtig, sondern auch extrem profitabel. Die vertikale Kontrolle bedeutete maximale Gewinnspannen bei minimaler Abhängigkeit von anderen kriminellen Organisationen.
Zeitlinie
Gründung des Tijuana-Kartells
Die Arellano-Félix-Familie etabliert das Kartell in Tijuana, Baja California, an der strategisch wichtigen Grenze zu den USA.


