Die Beaumont-Kinder: Australiens rätselhafteste Vermissten
Drei Geschwister verschwanden 1966 spurlos vom Strand in Adelaide

Drei Geschwister verschwanden 1966 spurlos vom Strand in Adelaide

Am 26. Januar 1966 – Australiens Nationalfeiertag – verschwanden drei Geschwister vom Strand in Glenelg, einem Vorort von Adelaide. Jane Nartare Beaumont (9 Jahre), Arnna Kathleen Beaumont (7 Jahre) und Grant Ellis Beaumont (4 Jahre) kehrten nie nach Hause zurück. Ihr Schicksal entwickelte sich zu einem der beunruhigendsten und dauerhaftesten Vermisstenfall in der australischen Kriminalgeschichte.
Die drei Kinder waren am 10. September 1956, 11. November 1958 und 12. Juli 1961 geboren worden. Was als gewöhnlicher Strandausflug begann, sollte zum Beginn eines Mysterium werden, das fast 60 Jahre später noch immer Fragen aufwirft.
Die Polizei startete eine Suchaktion von historischem Ausmaß. Die Ermittler durchkämmten systematisch ein Gebiet von rund 28 Hektar. Sogar ein Jachthafen wurde trockengelegt in der Hoffnung, Spuren der Kinder zu finden. Trotz dieser enormen Anstrengungen wurde nie auch nur das kleinste Zeichen entdeckt, das Aufschluss über das Schicksal von Jane, Arnna und Grant Beaumont geben könnte.
Geburt von Jane Beaumont
Jane Nartare Beaumont wird geboren, die älteste der drei Geschwister.
Geburt von Arnna Beaumont
Arnna Kathleen Beaumont wird geboren, das mittlere der drei Kinder.
Geburt von Grant Beaumont
Grant Ellis Beaumont wird geboren, der jüngste der drei Geschwister.
Verschwinden der Beaumont-Kinder
Jane (9), Arnna (7) und Grant (4) Beaumont verschwinden am australischen Nationalfeiertag spurlos vom Glenelg Beach in Adelaide.
Hellseher wird eingeschaltet
Der niederländische Hellseher Gerard Croiset wird nach Australien eingeladen, um bei den Ermittlungen zu helfen.
Weitere Vermisste in Adelaide
Joanne Ratcliffe und Kirste Gordon verschwinden beim Adelaide Oval unter ähnlich mysteriösen Umständen.
1 Million Dollar Belohnung ausgesetzt
Die südaustralische Regierung lobt eine Belohnung von 1 Million Australischen Dollar für Hinweise aus, die zur Aufklärung des Falls führen.
Die Verzweiflung der Behörden wurde so groß, dass sie zu unkonventionellen Mitteln griffen. Am 8. November 1966 wurde der niederländische Hellseher Gerard Croiset nach Australien eingeladen, um bei den Ermittlungen zu helfen – ein ungewöhnlicher Schritt, der den Mangel an Antworten in diesem zunehmend wichtigen Fall widerspiegelte.
Der Fall blieb über Jahrzehnte ungeklärt. 2018 lobte die Regierung von Südaustralien eine Belohnung von einer Million Australischen Dollar aus, in der Hoffnung, neues Licht in die Sache zu bringen. Trotz dieser beträchtlichen Summe und der intensiven Ermittlungsarbeit gibt es bis heute keine Lösung.
Das Verschwinden der Beaumont-Kinder hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die australische Kultur und Gesellschaft. Der Fall wird dafür verantwortlich gemacht, dass sich die elterlichen Gewohnheiten und das öffentliche Sicherheitsbewusstsein in Australien grundlegend veränderten. Das Schicksal der Kinder wurde zu einem Wendepunkt in der Diskussion über Kindersicherheit und Erziehung.
In den Jahren danach wurde der Fall mit anderen Vermisstenfall in Adelaide in Verbindung gebracht. Neun Jahre später – am 12. Dezember 1973 – verschwanden Joanne Ratcliffe und Kirste Gordon beim Adelaide Oval unter ähnlich mysteriösen Umständen. Obwohl diese beiden Fälle nie definitiv miteinander verbunden werden konnten, haben sie zu einem dunklen Kapitel in Adelaides Geschichte beigetragen.
Bis heute bleibt das Schicksal von Jane, Arnna und Grant Beaumont unbekannt. Der Fall wird noch immer als offene und ungelöste Ermittlung geführt, und die Behörden erhalten weiterhin Hinweise und Informationen aus der Öffentlichkeit. Fast sechs Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden hoffen die Ermittler noch immer auf den entscheidenden Durchbruch, der endlich Licht ins Dunkel bringen könnte.