Kathleen Folbigg — Australiens umstrittenster Kindstotungsfall
Fire børn døde over ni år. En mor idømt 30 års fængsel. Og en frihedsrejse, der vendte australsk retshistorie på hovedet.

Fire børn døde over ni år. En mor idømt 30 års fængsel. Og en frihedsrejse, der vendte australsk retshistorie på hovedet.

Kathleen Folbigg
ist die australische Frau, die über zwei Jahrzehnte lang als die berüchtigtste Kindesmörderin des Landes galt – und die 2023 zum Symbol dafür wurde, was schiefgehen kann, wenn das Rechtssystem auf die blinden Flecken der Wissenschaft trifft. Der Fall ereignete sich in
New South Wales
Caleb dør som spæd
Kathleen og Craig Folbiggs første barn, Caleb, dør 19 dage gammel. Døden registreres som naturlig.
Patrick dør efter anfald
Det andet barn, Patrick, dør knap otte måneder gammel efter en periode med tilbagevendende anfald.
Laura dør — politiet adviseres
Det fjerde og ældste barn, Laura, dør som toårig. Dødsfaldsmønsteret får myndighederne til at indlede efterforskning.
Kathleen Folbigg arresteres
Efter Craigs fund af dagbøgerne og politiets efterforskning anholdes Kathleen Folbigg og sigtes for drab på sine børn.
Dom: 30 års fængsel
Folbigg kendes skyldig i Newcastle District Court og idømmes 40 år, reduceret til 30 med mulighed for prøveløsladelse efter 25 år.
Genetiske fund offentliggøres
Forskere publicerer resultater om CALM2-genmutation hos Folbigg og to af hendes døtre, hvilket antyder en arvelig hjertesygdom som mulig dødsårsag.
Benådet og løsladt
NSW-guvernør Margaret Beazley benåder Kathleen Folbigg. Hun forlader fængslet efter næsten 20 år.
Alle domfældelser annulleres
Court of Criminal Appeal ophæver samtlige domfældelser officielt og erklærer Kathleen Folbigg for uskyldig i alle anklager.
,
Australien
, und erstreckte sich über einen Zeitraum von 1989 bis 1999, in dem Folbiggs vier Kinder unter scheinbar ungeklärten Umständen starben. Was als Tragödie begann, entwickelte sich zu einem der meistdiskutierten Strafverfahren Australiens der jüngeren Geschichte.
Die vier Todesfälle
Zwischen 1989 und 1999 verloren
Kathleen Folbigg
und ihr damaliger Ehemann Craig Folbigg alle vier ihrer Kinder. Caleb starb 1989 im Alter von 19 Tagen. Patrick überlebte bis zu einem Alter von fast acht Monaten, erlitt jedoch Krampfanfälle und starb schließlich 1991. Sarah starb im Alter von zehn Monaten im Jahr 1993. Die älteste, Laura, wurde fast zwei Jahre alt, bevor sie 1999 starb. Die Todesfälle wurden zunächst als tragisch, aber natürlich betrachtet – als Fälle von plötzlichem Kindstod (SIDS) oder Krankheit.
Es war Craigs Entdeckung von Kathleens privaten Tagebüchern, die alles veränderte. In den Tagebüchern fand er Formulierungen, die er als Geständnisse deutete – Fragmente über Wut, über mangelnde Beherrschung und ein Gefühl von Schuld. Er wandte sich an die Polizei, und die Ermittlungen begannen.
Der Prozess im Jahr 2003
Im Jahr 2003 wurde
Kathleen Folbigg
in Newcastle,
New South Wales
, vor Gericht gestellt. Die Staatsanwaltschaft stützte ihre Anklage im Wesentlichen auf zwei Säulen: den Inhalt der Tagebücher und das statistische Argument, dass vier plötzliche Kindstodesfälle in derselben Familie per Definition verdächtig sein müssten. Die damals weithin akzeptierte – später jedoch scharf kritisierte – Logik, wonach die Wahrscheinlichkeit von vier natürlichen SIDS-Todesfällen in einer Familie astronomisch gering sei, spielte eine gewichtige Rolle.
Folbigg wurde des Mordes an Laura, der fahrlässigen Tötung von Caleb sowie des Totschlags an Patrick und Sarah für schuldig befunden. Sie wurde zu 40 Jahren Haft verurteilt, die auf 30 Jahre reduziert wurden, mit der Möglichkeit einer Bewährungsentlassung nach 25 Jahren.
Die Tagebücher als Beweismittel
Die Tagebücher bildeten den Mittelpunkt der Anklage. Passagen wie „sometimes I feel like she's a reflection of me and that scares me" sowie Verweise darauf, die Geduld mit den Kindern verloren zu haben, wurden als verschlüsselte Geständnisse gelesen. Das Argument der Verteidigung, die Tagebücher seien der Versuch einer emotional belasteten Frau, Trauer und Selbstvorwürfe zu verarbeiten, drang bei der Jury nicht durch.