Sohn der norwegischen Kronprinzessin wegen Vergewaltigung angeklagt
Marius Borg Høiby steht wegen 38 Straftaten vor Gericht

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Quick Facts
Marius Borg Høiby steht wegen 38 Straftaten vor Gericht

Quick Facts
Marius Borg Høiby, der 27-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, sieht sich schweren strafrechtlichen Vorwürfen gegenüber. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den im Januar 1997 geborenen Norweger Anklage in 38 Fällen erhoben, darunter vier Anklagen wegen Vergewaltigung.
Das Polizeidistrikt Ost in Oslo schloss die Ermittlungen im Juni 2025 ab. Der norwegische Staatsanwalt Sturla Henriksbø verkündete die Anklage im August 2025. Der Fall wird in einem siebenwöchigen Gerichtsverfahren verhandelt, das am 3. Februar 2026 begann.
Die Anklageschrift umfasst neben den vier Vergewaltigungsvorwürfen weitere schwere Delikte: sexuelle Übergriffe, häusliche Gewalt, Körperverletzung, Verstöße gegen Kontaktverbote, Morddrohungen sowie tätliche Angriffe auf Behördenmitarbeiter.
Geburt von Marius Borg Høiby
Marius wird als Sohn von Mette-Marit Tjessem Høiby und Morten Borg in Oslo geboren
Erste Festnahme
Marius wird in Oslo nach einem Gewaltvorfall gegen seine Freundin festgenommen und wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung angeklagt
Öffentliches Geständnis
Marius veröffentlicht eine Erklärung, in der er gewalttätiges Verhalten unter Alkohol- und Kokaineinfluss einräumt
Zweite Festnahme
Marius wird wegen Verstoßes gegen ein Kontaktverbot zum Opfer erneut festgenommen
Weitere Anzeigen
Zwei ehemalige Partnerinnen erstatten Anzeige wegen Gewalt und Bedrohung
Anklage wegen Vergewaltigung
Die Polizei erweitert die Anklage um den Vorwurf der Vergewaltigung einer Frau
Prozessbeginn in Oslo
Der siebenwöchige Gerichtsprozess gegen Marius Borg Høiby beginnt in Oslo
Laut Anklage soll Høiby eine Frau ins Gesicht geschlagen, sie auf ein Bett gedrückt und wiederholt gewürgt haben. Ein weiteres mutmaßliches Opfer ist Mitte zwanzig. Die Taten ereigneten sich über einen längeren Zeitraum.
Erstmals festgenommen wurde Marius Borg Høiby im August 2024 wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt gegen seine damalige Freundin. Im September 2024 folgte eine zweite Verhaftung wegen Verstoßes gegen ein Kontaktverbot.
Bei einer Gerichtsanhörung im Februar 2026 wurde Høiby in Untersuchungshaft genommen. Die vierwöchige Haft wurde unter anderem wegen Verstoßes gegen Auflagen, Bedrohung mit einem Messer und weiterer Übergriffe angeordnet.
Høiby räumte ein, während des Tatzeitraums unter dem Einfluss von Kokain und Alkohol gestanden zu haben. In einer öffentlichen Erklärung im August 2024 gestand er gewalttätiges Verhalten unter Drogeneinfluss ein. Anschließend begab er sich in eine Behandlung wegen seiner Suchterkrankung.
Die Vorwürfe der Vergewaltigung und des heimlichen Filmens von Frauen ohne deren Einwilligung bestreitet er jedoch vehement.
Marius Borg Høiby ist das älteste Kind von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung mit Morten Borg. Als seine Mutter 2001 Kronprinz Haakon heiratete, wurde Marius Teil der königlichen Familie, erhielt jedoch keinen Titel und keine offiziellen Aufgaben im norwegischen Königshaus.
Sein leiblicher Vater Morten Borg wurde in der Vergangenheit wegen Gewalttaten und Kokainbesitzes zu Haftstrafen verurteilt – eine biografische Parallele, die angesichts der aktuellen Vorwürfe gegen den Sohn eine tragische Dimension erhält.
Zwei ehemalige Partnerinnen erstatteten im September 2024 Anzeige gegen Høiby wegen Gewalt und Bedrohung. Im November 2024 erweiterte die Polizei die Ermittlungen um den Vorwurf der Vergewaltigung einer Frau.
Der Prozess, der über sieben Wochen andauern soll, wird in Oslo geführt. Ein Urteil und das Strafmaß stehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus. Der Fall sorgt in Norwegen für erhebliches Aufsehen und wirft Fragen über die Rolle der Medien im Umgang mit Mitgliedern königlicher Familien auf.