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Sagsmappe

Der Mord an Martha Moxley

27 Jahre bis zur Verurteilung von Michael Skakel

Martha Moxley mordsag
BEVIS

Klassifikation:

Connecticut
drab
cold case
Michael Skakel
1975
Greenwich
Kennedy-klanen
velstillet drab

Quick Facts

Gerningsmand(e)Michael Skakel
Offer(e)Martha Elizabeth Moxley
GerningsstedGreenwich, Connecticut, USA
Gerningsdato1975-10-30
ForbrydelsestypeDrab

Der Mord an Martha Moxley

Die 15-jährige Martha Moxley wurde am 30. Oktober 1975 in ihrer Heimatstadt Greenwich, Connecticut ermordet. Einen Tag später fand man sie tot im Garten ihres Elternhauses – erschlagen mit einem Golfschläger, der am Tatort zurückgelassen wurde. Der Cold Case entwickelte sich zu einem der bekanntesten Mordfälle der USA und sollte 27 Jahre bis zur Verurteilung dauern.

Martha war die Tochter des Millionärs Dorthy Moxley und stammte aus einer wohlhabenden Familie in dem exklusiven Wohnviertel von Greenwich. Am Abend ihres Todes besuchte sie eine Halloween-Party in der Nachbarschaft und wurde zuletzt gegen 22 Uhr gesehen, als sie mit Freunden aus der Umgebung zusammen war.

Die Spur wird kalt

Die Polizei geriet schnell in Verdacht gegen Mitglieder der Familie Skakel, die Nachbarn der Moxleys waren. Thomas Skakel, Sohn eines wohlhabenden Familienoberhaupts, wurde in der Nähe des Tatorts gesehen. Doch es fehlten Beweise für eine Anklage, und die Ermittlungen kamen zum Erliegen.

Zeitlinie

30. Oktober 1975

Martha Moxley ermordet

Die 15-jährige Martha Moxley wird in ihrer Heimatstadt Greenwich, Connecticut getötet. Sie wird am nächsten Tag im Garten ihres Elternhauses gefunden, erschlagen mit einem Golfschläger.

31. Oktober 1975

Leiche entdeckt

Marthas Leiche wird im Garten entdeckt. Der Golfschläger wird am Tatort gefunden und wird zum Schlüsselbeweis.

1. Januar 1991

Fall wird wiederaufgenommen

Nach 16 Jahren ohne Ergebnis nimmt die Polizei die Ermittlungen zum Mord an Martha Moxley aktiv wieder auf, insbesondere mit Fokus auf Michael Skakel.

15. Juni 2000

Michael Skakel angeklagt

Michael Skakel wird offiziell des Mordes an Martha Moxley angeklagt, basierend auf angeblichen Geständnissen gegenüber Freunden.

7. Juni 2002

Michael Skakel verurteilt

Michael Skakel wird von einer Jury schuldig gesprochen und zu 25 Jahren Haft für den Mord an Martha Moxley verurteilt.

10. Mai 2013

Skakel gegen Kaution freigelassen

Michael Skakel wird kurzfristig gegen Kaution freigelassen, nachdem er gegen sein Urteil Berufung eingelegt hat, wird aber kurz darauf wieder inhaftiert.

In den folgenden Jahren wurde der Fall intensiv von der Polizei untersucht. Martha war etwa 25 bis 30 Mal mit einem sogenannten "6-Eisen"-Golfschläger geschlagen worden, der zerbrochen in der Nähe gefunden wurde. Eine andere Theorie deutete auf ihren früheren Freund Tommy Cole hin, doch auch er wurde später als Verdächtiger ausgeschlossen.

Der Grund, warum der Fall nicht früher gelöst wurde, lag im Fehlen direkter physischer Beweise und der Tatsache, dass das Gebiet bei der Polizei bekannt war. Mehrere Personen hätten Zugang zum Tatort gehabt, und die Zeugenaussagen waren nach so vielen Jahren unsicher.

Der Durchbruch im Jahr 2002

1997 erlebte der Fall durch neue mediale Aufmerksamkeit einen Durchbruch, insbesondere durch eine True Crime-Dokumentation. Nun wurde bekannt gegeben, dass Michael Skakel, der inzwischen volljährig geworden war, vor Gericht gestellt werden sollte. Die Staatsanwaltschaft führte an, dass Skakel gegenüber Freunden gestanden hatte, am Tatort gewesen zu sein und Spuren von sich beseitigt zu haben.

Michael Skakel wurde im Prozess von 2002 des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der Fall wurde wichtig für das amerikanische Rechtssystem, da er zeigte, wie alte Verbrechen durch erneuten juristischen Fokus und scheinbar neue Zeugen oder Beweisführung wieder aufgenommen und gelöst werden konnten.

Skakel hat über die Jahre seine Schuld bestritten, und sein juristischer Kampf war langwierig. Seine Verteidigung argumentierte mit unzureichenden Beweisen, doch die Gerichte hielten an dem Urteil fest, basierend auf seinen angeblichen Geständnissen gegenüber Freunden.

Nachwirkungen und juristischer Kampf

Selbst nach der Verurteilung hat der Fall weiterhin die Öffentlichkeit beschäftigt. Skakel versuchte durch mehrere Instanzen, eine Freilassung und Neuverhandlung des Falls zu erreichen. 2013 wurde er kurzfristig gegen Kaution freigelassen, aber kurz darauf wieder inhaftiert.

Der Fall Martha Moxley wurde zum Symbol dafür, wie wohlhabende Familien oft Zugang zu juristischen Ressourcen hatten und Ermittlungen verzögern konnten. Der Fall gehörte auch zu einer größeren Bewegung in den USA zur Wiederaufnahme von Cold Cases, insbesondere aus den 1970er und 1980er Jahren.

Der Mord an Martha Moxley erinnert uns daran, dass selbst nach Jahrzehnten ohne Antworten Gerechtigkeit noch erreicht werden kann – durch die Beharrlichkeit der Strafverfolgungsbehörden und das anhaltende Interesse der Öffentlichkeit.