Stalker drang in Sandra Bullocks Haus ein und nahm sich das Leben
Joshua James Corbett brach 2014 in das Haus der Schauspielerin ein

Joshua James Corbett brach 2014 in das Haus der Schauspielerin ein

Am 8. Juni 2014 verschaffte sich Joshua James Corbett gewaltsam Zutritt zum Wohnhaus von Sandra Bullock in West Los Angeles. Die Oscar-preisgekrönte Schauspielerin befand sich zum Zeitpunkt des Einbruch allein in ihrem Anwesen.
Bullock reagierte geistesgegenwärtig und schloss sich in einem Schrank hinter einer gesicherten Tür ein, von wo aus sie den Notruf wählte. Die Polizei traf kurze Zeit später ein und nahm Corbett noch am selben Tag fest.
Bei der Festnahme fanden Beamte bei Corbett mehrere Briefe, in denen er explizite sexuelle Handlungen beschrieb, sowie zahlreiche Fotografien von Sandra Bullock. Der Stalker hatte eine wahnhafte Überzeugung entwickelt, in einer Beziehung mit der Schauspielerin zu stehen, und bezeichnete sich selbst als ihren Ehemann.
Einbruch in Sandra Bullocks Haus
Joshua James Corbett dringt in das Haus der Schauspielerin in West Los Angeles ein. Bullock verschließt sich in einem Schrank und alarmiert die Polizei. Corbett wird noch am selben Tag festgenommen.
Durchsuchung von Corbetts Wohnung
Bei der Durchsuchung finden Ermittler 10 Handfeuerwaffen, 13 Gewehre und eine Schrotflinte sowie Briefe und Fotos von Sandra Bullock.
Anklageerhebung
Corbett wird in 26 Anklagepunkten angeklagt, darunter Stalking, Einbruch und Waffendelikte.
Verurteilung
Corbett wird zu fünf Jahren Bewährung verurteilt und muss sich psychiatrisch behandeln lassen. Ein zehnjähriges Kontaktverbot zu Sandra Bullock wird verhängt.
Tod durch Suizid
Während eines Polizeieinsatzes verbarrikadiert sich Corbett in seinem Haus in La Crescenta und nimmt sich das Leben.
Die Ermittlungen ergaben, dass Corbett das Haus der Schauspielerin bereits mehrere Tage vor dem Einbruch observiert hatte.
Bei der Durchsuchung von Corbetts Wohnung machten Ermittler einen alarmierenden Fund: Der Mann besaß eine massive Waffensammlung bestehend aus 10 Handfeuerwaffen, 13 Gewehren und einer Schrotflinte.
Corbett wurde in 26 Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Stalking, Einbruch und Verstöße gegen das Waffenrecht. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Jahren Bewährung und ordnete eine psychiatrische Behandlung an. Zusätzlich wurde ein zehnjähriges Kontakt- und Näherungsverbot gegenüber Sandra Bullock verhängt.
Im Mai 2018, während Corbett noch unter Bewährungsauflagen stand, wollte die Polizei einen Durchsuchungsbefehl vollstrecken. Corbett verbarrikadierte sich daraufhin in seinem Haus in La Crescenta, einem Vorort von Los Angeles.
Während des mehrstündigen Polizeieinsatzes fügte sich Corbett mehrere tiefe Schnittverletzungen zu. Er verstarb noch am Tatort. Die Gerichtsmedizin klassifizierte seinen Tod als Suizid.
Der Fall zeigt die Gefahren von obsessivem Stalking und die psychischen Folgen für die Betroffenen. Sandra Bullock äußerte sich später über die traumatischen Auswirkungen des Vorfalls auf ihr Sicherheitsgefühl und ihr Privatleben.