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Amokfahrt von Trier 2020: Sechs Tote in der Fußgängerzone

Wie ein 51-Jähriger mit seinem SUV durch die Innenstadt raste

Trierer Amokfahrt 2020
BEVIS

Klassifikation:

tysk kriminalitet
massevold
amokfører
Trier
psykisk sygdom
påkørsel
sørgelig begivenhed

Quick Facts

Gerningsmand(e)Bernd W.
Offer(e)6 dræbte umiddelbart, yderligere døde senere
GerningsstedTrier, Rheinland-Pfalz, Tyskland
Gerningsdato2020-12-01
ForbrydelsestypePåkørselsdrab

Die Tat in Deutschlands ältester Stadt

Am 1. Dezember 2020 ereignete sich in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, eine unfassbare Tragödie. Der 51-jährige Bernd W. setzte sich gegen 13:45 Uhr hinter das Steuer seines schwarzen Range Rover und raste systematisch durch die Fußgängerzone der rheinland-pfälzischen Stadt. Hunderte Menschen waren zu diesem Zeitpunkt in der Innenstadt unterwegs – sie erledigten Weihnachtseinkäufe, schlenderten durch die Geschäfte oder saßen in Cafés.

Über eine Strecke von etwa 900 Metern steuerte der Täter sein Fahrzeug gezielt durch die belebte Einkaufsstraße. Er erfasste wahllos Menschen jeden Alters – Kinder, Erwachsene, Senioren. Die Opfer hatten keine Chance zu entkommen. Augenzeugen alarmierten sofort die Polizei, die etwa 15 Minuten nach Beginn der Amokfahrt am Tatort eintraf und den Täter stoppen konnte.

Die Opfer und das Ausmaß der Tragödie

Sechs Menschen verloren bei der Amokfahrt ihr Leben: fünf Frauen und ein Mann. Die Opfer waren zwischen 25 und 73 Jahre alt. Unter den Toten befand sich auch eine schwangere Frau, deren ungeborenes Kind ebenfalls starb. 14 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter Kinder im Alter von nur fünf Jahren.

Zeitlinie

1. Dezember 2020

Amokfahrt in Trier

Bernd W. rast mit seinem Range Rover durch die Fußgängerzone von Trier. Sechs Menschen sterben, 14 werden verletzt. Er wird ohne Gegenwehr festgenommen.

2. Dezember 2020

Beginn der Ermittlungen

Die Kriminalpolizei befragt den Täter ausführlich und sammelt Zeugenaussagen. Erste Untersuchungen deuten auf psychische Probleme und Alkoholmissbrauch hin.

23. Juli 2021

Urteil des Landgerichts Trier

Bernd W. wird wegen sechsfachen Mordes und 14-fachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ordnet Sicherungsverwahrung und psychiatrische Unterbringung an.

Die Szenen in der Trierer Innenstadt glichen einem Albtraum. Augenzeugen berichteten von chaotischen Zuständen, Menschen rannten panisch in alle Richtungen. Viele dachten zunächst an einen Terroranschlag, andere hielten es für einen tragischen Unfall. Die Polizei riegelte das Gebiet großräumig ab und stoppte das Fahrzeug des Täters. Bernd W. wurde ohne Gegenwehr festgenommen. Am Tatort gab er keine Erklärung für seine Tat ab.

Der Täter: Bernd W. und seine Vorgeschichte

Bernd W. war ein alleinstehender Mann ohne nennenswerte kriminelle Vorgeschichte. Bei der Polizei war er lediglich wegen kleinerer Delikte bekannt, darunter Trunkenheit am Steuer. Sein Führerschein war ihm in der Vergangenheit bereits entzogen worden. Ermittlungen zeigten, dass er unter erheblichem Alkoholkonsum litt und psychische Probleme hatte.

In den Tagen nach der Tat spekulierten Ermittler und Öffentlichkeit über mögliche Motive. Wollte er Aufmerksamkeit erregen? War er radikalisiert worden? Versuchte er, durch die Tat einen "Suicide by Cop" zu provozieren – also die Polizei zu zwingen, ihn zu erschießen? Die Untersuchungen ergaben, dass Bernd W. vor der Tat große Mengen Alkohol konsumiert hatte und Anzeichen paranoiden Verhaltens zeigte.

Eine psychiatrische Begutachtung diagnostizierte bei ihm eine Psychose und weitere psychische Störungen. Möglicherweise spielten auch Drogenmissbrauch und Alkoholabhängigkeit eine Rolle. Seine genauen Motive konnten nie vollständig geklärt werden. Ein politischer oder ideologischer Hintergrund wurde von den Behörden ausgeschlossen.

Ermittlungen und Gerichtsverfahren

Die Staatsanwaltschaft klagte Bernd W. wegen sechsfachen Mordes, 14-fachen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr an. Der Fall wurde als außergewöhnlich schwere Straftat behandelt und erregte bundesweit Aufsehen.

2021 begann der Prozess vor dem Landgericht Trier. Die Anklage stützte sich auf umfangreiches Beweismaterial: Augenzeugenberichte, Videoüberwachungsaufnahmen, Bildmaterial vom Tatort und die Aussagen des Angeklagten selbst. Das Gericht musste klären, ob Bernd W. zum Tatzeitpunkt voll schuldfähig war oder ob seine psychischen Erkrankungen seine Verantwortlichkeit einschränkten.

Am 23. Juli 2021 verkündete das Landgericht Trier das Urteil: Bernd W. wurde des sechsfachen Mordes und des 14-fachen versuchten Mordes für schuldig befunden. Das Gericht verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe und ordnete die Sicherungsverwahrung an. Zusätzlich wurde eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet. Die Richter stellten fest, dass der Täter trotz seiner psychischen Probleme zum Tatzeitpunkt schuldfähig war und die Schwere seiner Taten erkannte.

Quick Facts

Gerningsmand(e)Bernd W.
Offer(e)6 dræbte umiddelbart, yderligere døde senere
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Gerningsdato2020-12-01
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Susanne Sperling

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Folgen und gesellschaftliche Debatte

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