Tupac-Mörder nach 27 Jahren festgenommen
Durchbruch im legendären Cold Case: Duane 'Keefe D' Davis wegen Mordes an Rap-Ikone angeklagt

Durchbruch im legendären Cold Case: Duane 'Keefe D' Davis wegen Mordes an Rap-Ikone angeklagt

In der Nacht zum 7. September 1996 wurde Rap-Legende Tupac Shakur Opfer eines Drive-by-Shooting an der Kreuzung East Flamingo Road und Koval Lane in Las Vegas. Um 23:15 Uhr Ortszeit fielen die tödlichen Schüsse auf den erst 25-jährigen Künstler. Der Fall entwickelte sich zu einem der berühmtesten Cold Cases der Hip-Hop-Geschichte.
Fast drei Jahrzehnte lang blieb das Verbrechen ungelöst – bis zum 29. September 2023. An diesem Tag nahmen die Behörden Duane 'Keefe D' Davis fest, dem vorgeworfen wird, den Mord an Shakur orchestriert zu haben.
Nach seiner Festnahme wurde Davis ohne Möglichkeit einer Kautionsstellung in Gewahrsam gehalten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Drahtzieher des Attentats, das die Musikwelt erschütterte.
Tödliches Drive-by-Shooting
Tupac Shakur wird um 23:15 Uhr an der Kreuzung East Flamingo Road/Koval Lane in Las Vegas erschossen. Der 25-jährige Rapper erliegt später seinen Verletzungen.
Polizeibefragung von Davis
Duane 'Keefe D' Davis wird von der Polizei befragt. Die Aufzeichnungen dieser Vernehmung werden später Teil des Beweismaterials.
Verhaftung nach 27 Jahren
Duane 'Keefe D' Davis wird verhaftet und der Orchestrierung des Mordes an Tupac Shakur beschuldigt. Er wird ohne Kaution festgehalten.
Plädoyer vor Gericht
Davis erscheint vor Gericht in Las Vegas und bekennt sich für nicht schuldig. Er bestreitet jede Beteiligung an dem Mord.
Am 2. November 2023 trat Davis vor Gericht in Las Vegas und bekannte sich für nicht schuldig. In einem Interview mit ABC News aus dem Gefängnis beharrte er auf seiner Unschuld und erklärte, die Behörden hätten die falsche Person verhaftet.
Davis ist nicht irgendwer in dieser Geschichte: Er ist der Onkel von Orlando Anderson, einer Person mit direkter Relevanz für die Ermittlungen. Diese familiären Verbindungen brachten Davis bereits früh in den Fokus der Ermittler, die sich mit den komplexen Strukturen des damaligen Hip-Hop-Milieus auseinandersetzen mussten.
Während seiner Inhaftierung wurde Davis in einem separaten Verfahren wegen seiner Beteiligung an einer Schlägerei im Gefängnis schuldig gesprochen. Diese Verurteilung steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der Mordanklage im Fall Shakur.
Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf verschiedene Beweismittel, darunter Hotelreservierungsunterlagen und eine Polizeibefragung aus dem Jahr 2008. Diese Dokumente sollen Davis' Rolle bei der Planung und Durchführung des Verbrechens belegen.
Zum Zeitpunkt der letzten verfügbaren Informationen stand noch kein konkreter Verhandlungstermin für den Mordprozess fest. Weitere Details zum Beweismaterial aus der Anklage von 2023 wurden bisher nicht öffentlich gemacht.
Der Tod von Tupac Shakur gehört zu den bekanntesten ungeklärten Mordfällen der amerikanischen Popkultur. Die Verhaftung von Duane Davis weckt nun die Hoffnung, dass eine der bedeutendsten Geschichten der Musikgeschichte der 1990er-Jahre endlich eine juristische Aufklärung erfährt.
Für die Familie Shakurs und Millionen Fans weltweit könnte der Prozess gegen Davis nach fast drei Jahrzehnten endlich Antworten auf die Frage bringen, wer für den Tod der Rap-Ikone verantwortlich ist.