
Stalking Samantha: 13 Jahre Terror – neue Doku auf Hulu
Dokumentarserie zeigt die schockierende Geschichte von Samantha Stites
Am 19. August 2025 startet auf Hulu und Disney+ die dreiteilige Dokumentarserie 'Stalking Samantha: 13 Years of Terror', die einen der verstörendsten Stalking-Fälle der jüngeren US-Kriminalgeschichte aufarbeitet. Die Serie dokumentiert, wie Christopher Thomas seine ehemalige Bekannte Samantha Stites über 13 Jahre hinweg terrorisierte und schließlich Entführung und in einem selbst gebauten Bunker gefangen hielt.
Begegnung an der Universität wurde zum Albtraum
Die Geschichte begann im Jahr 2011 harmlos: Samantha Stites war Erstsemesterstudentin an der Grand Valley State University in Michigan, als sie Christopher Thomas über eine christliche Studentengruppe auf dem Campus kennenlernte. Was als normale Bekanntschaft begann, entwickelte sich zu einem fast 13 Jahre andauernden Alptraum.
Fast elf Jahre lang verfolgte Thomas sein Opfer systematisch, ohne dass rechtliche Maßnahmen griffen oder ausreichend Schutz boten. Die Situation eskalierte im Oktober 2022 dramatisch, als Thomas in Stites' Wohnung einbrach und sie gewaltsam entführte.
Gefangen im schalldichten Bunker
Christopher Thomas hatte für seine Tat einen schalldichten Bunker in einer gemieteten Lagereinheit (Storage Unit) präpariert. Dort hielt er Samantha Stites gefangen und missbrauchte sie sexuell. Die junge Frau wurde während ihrer Gefangenschaft schwer Folter ausgesetzt.
Erst als es Stites gelang, Thomas davon zu überzeugen, sie freizulassen, endete die Tortur. Ihre Überzeugungskraft und ihr Überlebenswille retteten ihr letztlich das Leben.
Verurteilung zu jahrzehntelanger Haft
Im Dezember 2023 bekannte sich der damals 39-jährige Christopher Thomas vor Gericht schuldig. Die Anklagepunkte umfassten Entführung, Folter und schweres Stalking. Im Jahr 2024 wurde er zu einer Haftstrafe zwischen 40 und 60 Jahren verurteilt.
Die Dokumentarserie, unter der Regie von Sara Mast, wurde von ABC News Studios produziert. Als Executive Producers fungierten Beth Hoppe, David Sloan und Iain Riddick von Bigger Bang.
Nie zuvor gesehenes Material
Die Serie enthält bisher unveröffentlichtes Beweismaterial: Polizeiverhöre, Überwachungsaufnahmen aus der Lagereinheit sowie wiederhergestellte Bilder und Videos vom Handy des Täters. Dieses Material ermöglicht einen erschreckend detaillierten Einblick in die Mechanismen von obsessiver Verfolgung und die Hilflosigkeit des Opfers gegenüber einem System, das lange Zeit nicht ausreichend reagierte.


