Jürgen Bartsch: Vesttysk seriemorder dræbte børn i 1960'erne
Vesttysk seriemorder dræbte fire drenge 1962-1966
Udgivet May 4, 2026 at 12:00 AM

Quick Facts
Jürgen Bartsch, geboren 1946 als Karl-Heinz Sadrozinski, wurde als Säugling von dem Metzgerehepaar Gertrud und Gerhard Bartsch adoptiert. Seine Kindheit war von extremer emotionaler Kälte, körperlicher Züchtigung und Isolation geprägt. Die Adoptivmutter, die an einer psychischen Erkrankung litt, sperrte ihn oft stundenlang in den Keller und verbot ihm den Kontakt zu Gleichaltrigen. Diese traumatische Erziehung sollte später von Gutachtern als wesentlicher Faktor für seine Entwicklung zum Serientäter bewertet werden.
Die vier Opfer von Jürgen Bartsch waren Klaus Jung (8), Peter Fuchs (13), Ulrich Kahlweiß (12) und Manfred Grassmann (11). Alle Jungen stammten aus Velbert und Langenberg im Ruhrgebiet. Bartsch lockte sie zwischen 1962 und 1966 unter verschiedenen Vorwänden in einen verlassenen Luftschutzbunker bei Langenberg-Neviges. Dort fesselte er die Kinder, missbrauchte sie sexuell und tötete sie auf bestialische Weise. Die Leichen zerstückelte er teilweise und verbarg sie im Stollensystem.
Die Ermittlungen gestalteten sich zunächst schwierig, da die Polizei keinen Zusammenhang zwischen den Vermisstenfällen erkannte. Der Durchbruch kam am 18. Juni 1966, als ein fünftes potenzielles Opfer, der 15-jährige Peter Frese, aus dem Bunker fliehen konnte und die Polizei alarmierte. Bei der Festnahme war Bartsch erst 19 Jahre alt. Im Stollensystem fanden die Ermittler die sterblichen Überreste der vier ermordeten Jungen. Bartsch legte ein umfassendes Geständnis ab und führte die Beamten zu allen Tatorten.
Tidslinje
Første mord: Klaus Jung
8-årige Klaus Jung blev lokket til en forladt luftschutzbunker ved Langenberg-Neviges, hvor Bartsch dræbte ham.
Andet mord: Peter Fuchs
13-årige Peter Fuchs blev Bartschs andet offer i bunkeren.
Tredje mord: Ulrich Kahlweiß
12-årige Ulrich Kahlweiß blev dræbt i bunkeren kun otte dage efter Peter Fuchs.
Fjerde mord: Manfred Grassmann
11-årige Manfred Grassmann blev Bartschs fjerde og sidste dræbte offer.
Peter Frese undslipper - Bartsch arresteres
15-årige Peter Frese formåede at flygte fra bunkeren og alarmerede politiet. Bartsch blev arresteret samme dag, 19 år gammel. Politiet fandt resterne af de fire dræbte drenge i bunkersystemet.
Retssag begynder
Retssagen mod Jürgen Bartsch blev indledt ved Landgericht Wuppertal.
Appel: Dom omstødt
Den oprindelige dom på livstid blev omstødt i appelinstansen. Bartsch blev i stedet idømt 10 års ungdomsstraf plus sikkerhedsforvaring i psykiatrisk institution.
Bartsch død under operation
Jürgen Bartsch døde under en frivillig kastrationsprocedure i Eickelborn/Lippstadt-Eickelborn.
Der Prozess gegen Jürgen Bartsch begann im Dezember 1967 vor dem Landgericht Wuppertal und erregte enormes öffentliches Interesse. Die psychiatrischen Gutachten attestierten ihm eine schwere Persönlichkeitsstörung und verminderte Schuldfähigkeit. Das Gericht verurteilte ihn zunächst zu lebenslanger Haft. Nach einer Revision wurde das Urteil 1971 aufgehoben und Bartsch in einem zweiten Prozess zu einer zehnjährigen Jugendstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung in einer psychiatrischen Anstalt verurteilt. Er wurde in die Landesklinik Eickelborn eingewiesen.
In der Haft zeigte Bartsch Reue und kooperierte mit Therapeuten und Wissenschaftlern. Er bat mehrfach um eine freiwillige Kastration, die ihm nach langem juristischen Ringen 1976 bewilligt wurde. Am 28. April 1976 starb Jürgen Bartsch während des chirurgischen Eingriffs in der Landesklinik Lippstadt-Eickelborn an einer Überdosis des Narkosemittels Halothan. Die genauen Umstände seines Todes blieben umstritten und führten zu Spekulationen über mögliches Fremdverschulden.
Der Fall Bartsch markierte einen Wendepunkt in der deutschen Kriminologie und Jugendpsychiatrie. Er führte zu intensiven Diskussionen über die Ursachen von Gewaltverbrechen bei Jugendlichen, die Rolle traumatischer Kindheitserfahrungen und die Grenzen therapeutischer Intervention. Der Journalist Paul Moor dokumentierte den Fall ausführlich und trug dazu bei, das öffentliche Verständnis für die Komplexität solcher Taten zu vertiefen. Bis heute gilt Jürgen Bartsch als einer der bekanntesten deutschen Serienmörder, dessen Fall in der kriminologischen Forschung und Ausbildung regelmäßig behandelt wird.