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Nick Leeson: Wie ein Händler die Barings Bank ruinierte

Der britische Trader führte 1995 durch unerlaubte Geschäfte die älteste Bank Großbritanniens in den Konkurs

En person, der ligner Nick Leeson, står foran en finansmarkeds skærm, der viser faldende tal, en skjult følelse af uro bag hans rolige ydre, hvilket symboliserer Barings Banks kollaps.
BEVIS

Sagsdetaljer

Quick Facts

Klassifikation:

Nick Leeson
Barings Bank
finanssvindel
børsspekulant
banksammenbrud
Sagsstatus

Der Fall der ehrwürdigen Barings Bank

Am 23. Februar 1995 floh der britische Derivatehändler Nicholas William Leeson aus Singapur. Im Gepäck trug er das Geheimnis eines der größten Finanzbetrug Skandale der Finanzgeschichte: eine unerlaubte Handelsposition, die der 233 Jahre alten Barings Bank das Leben kosten sollte.

Leeson arbeitete als Derivatehändler und Generaldirektor der Singapurer Niederlassung der Barings Bank. In dieser Position hatte er Zugang zum Handel an der Börse SIMEX – doch seine Arbeitgeber verstanden das volle Ausmaß seiner Aktivitäten nicht.

Das geheime Konto 88888

Um seine Verluste aus unerlaubten Geschäften zu verbergen, eröffnete Leeson das Konto Nummer 88888. Ursprünglich war dieses Konto als Fehlerkonto eingerichtet worden, doch Leeson machte es zu seinem geheimen Versteck für Verluste. Ende Dezember 1994 wies dieses eine Konto bereits Verluste von rund 373,9 Millionen Singapur-Dollar auf.

Zeitlinie

31. Dezember 1994

Verluste häufen sich

Das geheime Konto 88888 weist bereits Verluste von 373,9 Millionen Singapur-Dollar auf

23. Februar 1995
Løst
Sted
Singapore
Name
Nicholas William Leeson
Nationalität
Britisch
Tatort
Singapur
Schadenshöhe
Ca. 830 Millionen Pfund
Verurteilung
5. Dezember 1995
Strafmaß
6,5 Jahre Haft
Haftentlassung
3. Juli 1999

Flucht aus Singapur

Nick Leeson flieht aus Singapur, als sein Betrug aufzufliegen droht

26. Februar 1995

Zusammenbruch der Barings Bank

Die 233 Jahre alte Barings Bank kollabiert unter den Verlusten von 830 Millionen Pfund

20. November 1995

Verhaftung in Deutschland

Leeson wird in Deutschland festgenommen und nach Singapur ausgeliefert

5. Dezember 1995

Verurteilung

Leeson wird wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu 6,5 Jahren Haft verurteilt

3. Juli 1999

Haftentlassung

Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe wird Leeson aus dem Gefängnis entlassen

Die Gesamtverluste aus Leesons unerlaubten Derivatehandel beliefen sich auf etwa 830 Millionen Pfund – eine Summe so gewaltig, dass sie die Barings Bank vollständig zum Einsturz brachte. Die Bank konnte nicht gerettet werden.

Flucht und Verhaftung

Als der Betrug aufgedeckt wurde, hatte Leeson Singapur bereits verlassen. Er floh zunächst nach Malaysia, von dort nach Thailand. Doch er wurde in Deutschland gefasst und nach Singapur ausgeliefert.

Am 20. November 1995 wurde Leeson verhaftet. Nur 15 Tage später – am 5. Dezember 1995 – wurde er wegen Betrugs und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn zu sechseinhalb Jahren Gefängnis.

Haft und Entlassung

Leeson verbüßte seine Strafe in einem singapurischen Gefängnis. Am 3. Juli 1999 wurde er nach Verbüßung von etwa zwei Dritteln seiner Strafe entlassen.

Vermächtnis eines Skandals

Der Fall wurde zu einem der bekanntesten Beispiele dafür, wie unerlaubte Geschäfte eines einzelnen Traders eine ganze Institution zu Fall bringen können. Die Barings Bank, die einst sogar die britische Krone finanziert hatte, existierte nach 233 Jahren nicht mehr.

Die Geschichte von Nick Leeson zeigt die Gefahren unzureichender Kontrollen im Finanzsektor und wurde später sogar verfilmt. Sie bleibt bis heute eine Warnung vor den Risiken unkontrollierter Spekulation und mangelnder Aufsicht im Bankwesen.

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Susanne Sperling

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