Popsänger wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt
Dänischer Musiker Kevin Andreasen warf Glas in Kopenhagener Nachtclub

Dänischer Musiker Kevin Andreasen warf Glas in Kopenhagener Nachtclub

Der dänische Popsänger Kevin Andreasen ist vom Amtsgericht Kopenhagen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Mai 2024 hatte er in der Nachtclub Arch in der dänischen Hauptstadt ein Hartplastikglas mit einem Drink geworfen, das zwei Personen im Gesicht traf.
Das einstimmige Urteil der Schöffenbank des Kopenhagener Amtsgerichts fiel Anfang Januar 2026: 60 Tage Freiheitsstrafe auf Bewährung mit einer Probezeit von einem Jahr sowie 80 Stunden gemeinnützige Arbeit.
Beide Opfer des Vorfalls erlitten durch den Wurf Schnittwunden im Gesicht, die genäht werden mussten. Bei den Geschädigten handelt es sich laut Gerichtsakten um einen DJ, einen Tontechniker und einen Türsteher des Clubs – die genaue Anzahl und Identität der Verletzten bleibt in den vorliegenden Quellen unklar.
Vorfall im Club Arch
Kevin Andreasen wirft ein Hartplastikglas mit Drink im Nachtclub Arch in Kopenhagen, zwei Personen werden im Gesicht getroffen und verletzt.
Urteilsverkündung
Das Amtsgericht Kopenhagen verurteilt Andreasen zu 60 Tagen Haft auf Bewährung und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit wegen gefährlicher Körperverletzung.
Berufung eingelegt
Der verurteilte Sänger legt Berufung gegen das Urteil beim Obergericht ein.
Die Staatsanwaltschaft hatte Andreasen sowohl wegen einfacher Körperverletzung nach § 244 des dänischen Strafgesetzbuchs als auch wegen gefährlicher Körperverletzung nach § 245 angeklagt. Während das Gericht ihn vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung – der sich auf Schläge mit flacher Hand ins Gesicht bezog – freisprach, wurde er der gefährlichen Körperverletzung für schuldig befunden.
Nach Informationen aus den dänischen Medien hat der verurteilte Sänger Berufung gegen das Urteil beim Obergericht eingelegt. In früheren Stellungnahmen soll Andreasen angegeben haben, provoziert worden zu sein, und die Vorwürfe bestritten haben.
Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Gewaltdelikten im Nachtleben, bei denen Prominente involviert waren. Die genauen Umstände, die zu der Eskalation im Club Arch führten, sowie Andreassens eigene Darstellung der Ereignisse sind bislang nicht vollständig öffentlich bekannt.
Der Club Arch in Kopenhagen gilt als beliebte Location der dänischen Hauptstadt. Wie es zu dem Vorfall zwischen dem Musiker und den Clubmitarbeitern kam und welche Rolle eventuelle Provokationen spielten, wird möglicherweise im Berufungsverfahren genauer beleuchtet werden.
Die Bewährungsstrafe bedeutet, dass Andreasen die Haftstrafe nicht antreten muss, sofern er sich während der einjährigen Probezeit nichts zuschulden kommen lässt und die angeordneten 80 Stunden gemeinnützige Arbeit ableistet.