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Remmo-Clan Berlin: Eine kriminelle Familiengeschichte

Die Geschichte einer der berüchtigtsten kriminellen Clans Deutschlands

Remmo-Clan Berlin
BEVIS

Klassifikation:

Remmo-Clan
Berlin-kriminalitet
organiseret kriminalitet
Røveri
narkotikahandel
tysk kriminalitet
Neukölln
clan-kriminalitet

Quick Facts

Gerningsmand(e)Remmo-familien (Mohamed Remmo, Abdul Majed Remmo, Ahmed Remmo, Wissam Remmo)
Offer(e)Grünes Gewölbe Dresden, Bode Museum Berlin
GerningsstedBerlin og Dresden, Tyskland
Gerningsdato2017-2019
ForbrydelsestypeRøveri, tyveri af kunstværker og juveler

Wer ist die Remmo-Familie?

Die Remmo-Familie zählt zu Berlins berüchtigtsten kriminelle Clans, deren Geschichte bis Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre zurückreicht. Die Großfamilie stammt aus dem Berliner Stadtteil Neukölln und hat libanesisch-palästinensische Wurzeln. In den vergangenen drei Jahrzehnten war die Familie in einige der spektakulärsten Kriminalfälle Deutschlands verwickelt, darunter Raubüberfälle, Drogenhandel und Waffenkriminalität.

Die Remmo-Familie stand im Zentrum umfangreicher Medienberichterstattung und wurde in Dokumentarserien, Dokumentationen und True-Crime-Formaten porträtiert. Bekannt wurde die Familie durch ihre offene Präsenz im Berliner Stadtteil Neukölln, wo sie über längere Zeiträume nahezu furchtlos vor Konsequenzen operierte.

Familienstruktur und Schlüsselfiguren

Die Remmo-Familie umfasst schätzungsweise 500 bis 600 Mitglieder, von denen viele in kriminelle Aktivitäten verwickelt waren. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen ältere Familienoberhäupter, die die Operationen leiteten, sowie jüngere Mitglieder, die Raubüberfälle und andere Straßenkriminalität ausführten.

Zeitlinie

1. Januar 1990

Erste dokumentierte Aktivitäten der Remmo-Familie

Die Familie fällt erstmals durch kriminelle Aktivitäten im Berliner Stadtteil Neukölln auf

15. Juni 2000

Zunahme von Raubüberfällen dokumentiert

Die Polizei verzeichnet eine Häufung von Raubüberfällen durch Familienmitglieder auf Juweliergeschäfte und Einzelhandel

20. März 2015

Großeinsatz der Polizei

Die deutsche Polizei führt eine umfassende Operation gegen das Netzwerk der Familie durch, die zu Dutzenden Festnahmen führt

27. November 2017

Diamantenraub aus dem Museum

Familienmitglieder stehlen Diamanten im Millionenwert aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin

10. September 2018

Prozesse und Verurteilungen

Mehrere Mitglieder werden zu langjährigen Haftstrafen wegen Raub, Drogenhandel und organisierter Kriminalität verurteilt

15. Januar 2020

Fortgesetzte Polizeioperationen

Die Polizei setzt ihre Bemühungen gegen die Aktivitäten der Familie mit weiteren Festnahmen und Ermittlungen fort

Die Struktur der Familie ist typisch für organisierte Kriminalität in Deutschland, mit klaren Hierarchien und Arbeitsteilung. Ältere Mitglieder planen größere Operationen, während jüngere sie ausführen. Die Familie unterhielt auch Verbindungen zu anderen kriminellen Gruppen und Rockerclubs in Berlin und im Rest Deutschlands.

Charakteristisch für die Familie ist, dass Mitglieder häufig mit großer Medienpräsenz bei Gerichtsterminen und Verhandlungen erschienen sind. Familienangehörige zeigten dabei oft demonstrativ, dass sie die Behörden nicht besonders ernst nehmen.

Die spektakulären Raubüberfälle

Die Remmo-Familie wurde durch eine Serie spektakulärer Raubüberfälle weithin bekannt. Der bekannteste Fall ist zweifellos der Diamantenraub aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin im Jahr 2017, bei dem Familienmitglieder Diamanten im Wert von mehreren Millionen Euro erbeuteten.

Die Familie war auch an Raubüberfällen auf Juweliergeschäfte, Supermärkte und andere Einzelhandelsgeschäfte beteiligt. Diese Überfälle wurden oft detailliert geplant und mit militärischer Präzision ausgeführt, was auf Organisation und Erfahrung hindeutete.

Ein weiterer bekannter Fall betraf den Diebstahl wertvoller Gegenstände aus Lagerhallen und Privathäusern. Die Polizei vermutete, dass Familienmitglieder über ein Netzwerk von Informanten verfügten, das es ihnen ermöglichte, wertvolle Ziele zu identifizieren und zu lokalisieren.

Drogenhandel und Waffenkriminalität

Neben Raubüberfällen war die Remmo-Familie schwer in den Drogenhandel im großen Stil verwickelt. Polizei und Staatsanwaltschaft dokumentierten, dass Familienmitglieder Kontakte zu internationalen Drogenhändlern hatten und am Import und Vertrieb von Kokain, Heroin und anderen Substanzen beteiligt waren.

Waffenkriminalität ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Familienaktivitäten. Mehrere Schießereien zwischen Familienmitgliedern und rivalisierenden Gruppen wurden registriert, und die Polizei beschlagnahmte zahlreiche illegale Waffen bei Familienmitgliedern.

Diese Aktivitäten machten das Gebiet um Neukölln zu einem Schwerpunktbereich für die deutsche Polizei, und es gab mehrere Großeinsätze gegen das Netzwerk der Familie.

Polizeiarbeit und Verurteilungen

Die deutsche Polizei hat über Jahre hinweg intensiv gegen die Remmo-Familie ermittelt. Seit den 1990er Jahren wurden mehr als 50 Familienmitglieder verurteilt, viele davon zu langjährigen Haftstrafen wegen schwerer Straftaten.

Quick Facts

Gerningsmand(e)Remmo-familien (Mohamed Remmo, Abdul Majed Remmo, Ahmed Remmo, Wissam Remmo)
Offer(e)Grünes Gewölbe Dresden, Bode Museum Berlin
GerningsstedBerlin og Dresden, Tyskland
Gerningsdato2017-2019
ForbrydelsestypeRøveri, tyveri af kunstværker og juveler
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Susanne Sperling

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Besonders nach dem spektakulären Museumsraub von 2017 intensivierte die Polizei ihre Bemühungen. Großrazzien, bei denen Dutzende Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht wurden, führten zu zahlreichen Festnahmen und zur Beschlagnahme von Vermögenswerten in Millionenhöhe.

Die Strafverfolgungsbehörden setzen dabei auf verschiedene Strategien: von klassischer Ermittlungsarbeit über verdeckte Ermittler bis hin zu finanziellen Ermittlungen, um den Clan wirtschaftlich zu schwächen. Trotz dieser Erfolge bleibt die Remmo-Familie ein Symbol für die Herausforderungen, denen sich Berliner Behörden im Kampf gegen organisierte Clankriminalität gegenübersehen.

Die Geschichte der Remmo-Familie zeigt exemplarisch, wie sich kriminelle Strukturen über Jahrzehnte etablieren können und welche Anstrengungen nötig sind, um ihnen wirksam zu begegnen.