Chinesische Militärhacker stahlen Daten von 150 Millionen Amerikanern
Vier Offiziere der Volksbefreiungsarmee wurden wegen des massiven Equifax-Hacks angeklagt

Der größte staatlich gesteuerte Datendiebstahl aller Zeiten
Vier Mitglieder der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) wurden im Januar 2020 von einer Bundesanklage-Jury in Atlanta angeklagt, eines der größten Cybercrime-Verbrechen der Geschichte begangen zu haben. Wu Zhiyong, Wang Qian, Xu Ke und Liu Lei sollen im September 2017 die US-Wirtschaftsauskunftei Equifax gehackt und sensible Daten von bis zu 150 Millionen Menschen gestohlen haben.
Alle vier Angeklagten waren dem 54. Forschungsinstitut der Strategic Support Force der Volksbefreiungsarmee zugeordnet – einer Einheit, die auf Cyberkriminalität und digitale Kriegsführung spezialisiert ist. Die US-Bundesanwaltschaft erhob neun Anklagepunkte, darunter Computerbetrug, Wirtschaftsspionage, Verschwörung zum Computerbetrug, unbefugter Computerzugriff und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen.
Monatelanger Angriff blieb unentdeckt
Der Hack auf die Systeme von Equifax fand im September 2017 statt und wurde zunächst nicht bemerkt. Nach Angaben der Ermittler führten die vier chinesischen Militärangehörigen etwa 9.000 Abfragen auf den Computersystemen von Equifax durch, um Zugang zu den hochsensiblen Informationen zu erhalten.
Zeitlinie
Hack auf Equifax
Vier Mitglieder der chinesischen Volksbefreiungsarmee dringen in die Systeme der US-Wirtschaftsauskunftei Equifax ein und beginnen mit dem systematischen Datendiebstahl.


