Sony-Hack 2014: Nordkoreas Cyberangriff auf die Meinungsfreiheit
Massiver Datendiebstahl sollte Film über Kim Jong-un verhindern

Sagsdetaljer
Quick Facts
Beispielloser Angriff auf Unterhaltungskonzern
Der Unterhaltungskonzern Sony Pictures Entertainment wurde 2014 Opfer eines der größten Cyberangriffe gegen ein privates Unternehmen. Die Hacker erbeuteten rund 100 Terabyte Daten aus dem Firmennetzwerk – eine bis dahin beispiellose Menge an gestohlenen Informationen.
Der Angriff stand in direktem Zusammenhang mit Sonys geplanter Veröffentlichung des Films 'The Interview', einer Komödie über ein fiktives Mordkomplott gegen Nordkoreas Diktator Kim Jong-un. Die US-Regierung machte rasch Nordkorea für den Hack verantwortlich und interpretierte ihn als Versuch, die Filmveröffentlichung zu verhindern und damit die Meinungsfreiheit in den USA zu beeinflussen.
Zweifel an der Nordkorea-These
Doch nicht alle Experten teilten diese Einschätzung. Das renommierte Magazin Wired berichtete später, dass die Beweise, die Nordkorea mit dem Angriff in Verbindung brachten, "schwach" seien. Auch Hector Monsegur, ein ehemaliger Hacker, der mit dem aktivistischen Hackernetzwerk Anonymous verbunden war, äußerte Zweifel an der Nordkorea-Theorie.
Zeitlinie
Cyberangriff auf Sony Pictures
Hacker stehlen rund 100 Terabyte Daten vom Unterhaltungskonzern Sony Pictures Entertainment. Der genaue Zeitpunkt im Jahr 2014 ist nicht dokumentiert.


