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Sagsmappe

El Chapo: Vom Bauern zum Kartellboss

Wie Joaquín Guzmán eines der gefährlichsten Drogenkartelle der Welt aufbaute

En skikkelse, der ligner El Chapo, står på en nøgen bakke i Culiacán, omgivet af spredt affald og resterne af en opgivet drone, der symboliserer Sinaloa-kartellets teknologiske rækkevidde og vedvarende indflydelse.
BEVIS

Klassifikation:

Narkobaron
Kartel
Korruption
USA
Mexico
Hongkong
Kina
Afpresning

Quick Facts

Gerningsmand(e)Joaquín Archivaldo Guzmán Loera
GerningsstedMexico og USA
ForbrydelsestypeNarkotikahandel, hvidvaskning, voldelige forbrydelser
SagsstatusOpklaret
DomLivstidsfængsel
Vold
Bestikkelse
Penge
Bandekriminalitet
kryptovaluta
narkotikasag
fentanyl
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Von bescheidenen Anfängen zur globalen Macht

Joaquín Archivaldo Guzmán Loera – bekannt als El Chapo, was auf Deutsch "Der Kleine" bedeutet – zählt zu den berüchtigtsten Drogenbossen der Geschichte. Aus einfachsten Verhältnissen als Landarbeiter im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa arbeitete er sich zum Anführer des Sinaloa-Kartells hoch, das er zu einer der mächtigsten Drogenhandel-Organisationen der Welt ausbaute.

Das Sinaloa-Kartell wurde Ende der 1960er-Jahre von Pedro Avilés Pérez gegründet. Doch erst unter El Chapos Führung entwickelte es sich zu einer global operierenden Verbrecherorganisation. Unter seiner Leitung schmuggelte das Kartell gigantische Mengen Kokain, Heroin und Methamphetamin aus Südamerika über Mexiko in die USA. Die Operationen erstreckten sich über mehrere Kontinente, einschließlich Europa und Asien.

Innovative Schmugglermethoden

El Chapo wurde berühmt für seine ausgeklügelten Schmuggeltechniken. Er war Pionier bei der Nutzung hochentwickelter unterirdischer Tunnel und setzte sogar U-Boote ein, um Drogen zu transportieren. Eine seiner spektakulärsten Leistungen war die Geldwäsche von mehr als 14 Milliarden US-Dollar aus dem Drogenhandel.

Zeitlinie

31. Dezember 1960

Gründung des Sinaloa-Kartells

Pedro Avilés Pérez gründet Ende der 1960er-Jahre das Kartell, das später von El Chapo zur Weltmacht ausgebaut wird.

22. Februar 2014

Erste Verhaftung

El Chapo wird im Februar 2014 verhaftet und in ein mexikanisches Hochsicherheitsgefängnis gebracht.

11. Juli 2015

Spektakuläre Gefängnisflucht

El Chapo flieht durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus seiner Zelle. Der Tunnel war direkt von seiner Duschkabine aus gegraben worden.

8. Januar 2016

Erneute Festnahme

Nach monatelanger Fahndung wird El Chapo in Los Mochis, Sinaloa, erneut gefasst und später an die USA ausgeliefert.

12. Februar 2019

Verurteilung in den USA

Ein US-Gericht spricht El Chapo in allen Anklagepunkten schuldig und verurteilt ihn zu lebenslanger Haft ohne Bewährung.

21. Februar 2023

Verurteilung von García Luna

Mexikos ehemaliger Sicherheitsminister wird in den USA wegen Annahme von Bestechungsgeldern vom Sinaloa-Kartell verurteilt.

Die Tunnel-Systeme, die El Chapo errichten ließ, waren technische Meisterwerke: ausgestattet mit Beleuchtung, Belüftung und teilweise sogar Schienensystemen für den Transport. Manche erstreckten sich über mehrere Kilometer und verbanden Lagerhäuser auf beiden Seiten der US-mexikanischen Grenze.

Gewalt und Korruption als Machtinstrumente

Um seine Kontrolle zu sichern, setzte El Chapo auf professionelle Auftragskiller. Seine Vollstreckertruppe war unter dem Namen Los Antrax bekannt und verantwortlich für Hunderte Gewaltverbrechen – darunter Morde, Überfälle, Entführungen, Folter und Attentate.

Systematisch korrumpierte El Chapo die mexikanische Bundespolizei, Politiker, Polizeichefs und Generäle. Beweise zeigten sogar, dass er einem ehemaligen mexikanischen Präsidenten 100 Millionen Dollar Bestechungsgeld anbot. Dieses Netzwerk aus Korruption machte ihn jahrelang nahezu unangreifbar.

Verhaftung und spektakuläre Flucht

Nach jahrelanger Fahndung wurde El Chapo im Februar 2014 verhaftet und in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht. Doch seine Gefangenschaft sollte nur von kurzer Dauer sein. Am 11. Juli 2015 gelang ihm eine spektakuläre Flucht aus seiner Zelle durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel, der direkt von seiner Duschkabine aus gegraben worden war.

Der Tunnel war 10 Meter tief, mit Beleuchtung, Belüftung und einem schienengeführten Motorrad ausgestattet – ein Beleg für die immensen Ressourcen und die Reichweite seines Kartells. Die Flucht war eine internationale Blamage für die mexikanischen Behörden und zeigte die Macht und den Einfluss El Chapos.

Endgültige Verurteilung

Nach mehreren Jahren auf der Flucht wurde El Chapo im Januar 2016 erneut festgenommen. Diesmal wurde er an die USA ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Im Februar 2019 wurde er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter umfangreicher Drogenhandel, Geldwäsche und Hunderte Gewaltverbrechen. Das Urteil: lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.

Das Strafmaß war eindeutig: El Chapo sollte nie wieder in Freiheit kommen. Er verbüßt seine Strafe derzeit im ADX Florence, einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado, das als eines der sichersten Gefängnisse der Welt gilt.

Das Erbe der Korruption

Das Vermächtnis des Sinaloa-Kartells reicht weit über El Chapos eigene Verurteilung hinaus. Anfang 2023 wurde Genaro García Luna, Mexikos ehemaliger Minister für öffentliche Sicherheit (2006-2012), verurteilt, weil er Millionen Dollar Bestechungsgelder vom Kartell angenommen hatte. Sein Fall verdeutlicht das erschreckende Ausmaß der Korruption, die El Chapo im mexikanischen System etabliert hatte.

Quick Facts

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SagsstatusOpklaret
DomLivstidsfængsel
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Susanne Sperling

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García Luna war während seiner Amtszeit offiziell damit beauftragt, gegen die Kartelle vorzugehen – stattdessen schützte er das Sinaloa-Kartell und lieferte vertrauliche Informationen. Seine Verurteilung in den USA war ein weiterer Beleg dafür, wie tief die Tentakel des organisierten Verbrechens in die höchsten Regierungsebenen Mexikos reichten.

Eine andauernde Bedrohung

El Chapos Karriere steht als Warnung vor der brutalen Macht der Drogenkartelle und den globalen Folgen der organisierten Drogenkriminalität. Obwohl er nun hinter Gittern sitzt, bleibt das Sinaloa-Kartell eine erhebliche Bedrohung für die regionale und globale Sicherheit.

Nach El Chapos Verhaftung übernahmen seine Söhne, bekannt als "Los Chapitos", sowie Ismael "El Mayo" Zambada die Führung des Kartells. Die Organisation setzt ihre kriminellen Aktivitäten fort und ist weiterhin einer der größten Lieferanten illegaler Drogen in die USA und nach Europa. Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen geht weiter – auch ohne seinen berüchtigtsten Anführer.