
Cyberkriminalitet
Straftaten unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik oder gegen digitale Systeme und Daten gerichtet
Cyberkriminalität bezeichnet Straftaten, die entweder unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik begangen werden oder sich gezielt gegen Computersysteme, Datennetze und digitale Daten richten. Der Begriff ist kein einheitlich legal definierter Tatbestand, sondern eine Sammelbezeichnung für verschiedene Deliktsformen im digitalen Raum.
Im engeren Sinn umfasst Cyberkriminalität Angriffe auf IT-Systeme selbst, etwa unbefugtes Eindringen in geschützte Netzwerke, Veränderung oder Löschung von Daten, Sabotage digitaler Infrastruktur sowie das Ausspähen sensibler Informationen. Diese Delikte richten sich primär gegen die Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit von Computersystemen.
Im weiteren Sinn werden auch klassische Straftaten erfasst, die digital unterstützt oder ermöglicht werden. Dazu gehören etwa Betrug per E-Mail, Erpressung mittels Ransomware, Identitätsdiebstahl, Verbreitung illegaler Inhalte oder die Nutzung des Darknets für kriminelle Transaktionen. Hier dient die digitale Technik als Werkzeug zur Begehung traditioneller Delikte.
Im US-amerikanischen Bundesrecht bildet der Computer Fraud and Abuse Act die zentrale Rechtsgrundlage für die Verfolgung von Cyberkriminalität. Im True-Crime-Kontext bezeichnet der Begriff nicht ein eigenes Genre, sondern die dokumentarische Darstellung tatsächlich begangener Cyberdelikte mit realen Tätern, Opfern und Ermittlungsverfahren. Die mediale Aufarbeitung solcher Fälle zeigt häufig die technischen Methoden der Täter, die Ermittlungsarbeit spezialisierter Cybercrime-Einheiten und die oft grenzüberschreitende Dimension digitaler Straftaten.



















